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wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

novemberstimmung – abschied von merle

Merle1

Merle – Hündin, allerliebste Hündin, beste Freundin, treue Gefährtin, Muse und Geschenk.
Letzte Woche mussten wir uns von ihr verabschieden……..

Merle hat ihre Spuren hinterlassen, auch in meiner Bilderwelt. Unsere Hündin war immer an meiner Seite und hat mich bei meiner Arbeit im Atelier begleitet. Manchmal wurde es ihr zu bunt und ich musste meine Tätigkeit für ein kurzes wildes Spiel oder Streicheleinheiten unterbrechen. Eine Möglichkeit um Aufmerksamkeit zu bekommen war auch ein demonstratives Schläfchen direkt vor meiner Leinwand. Besonders gerne hatte sie den Platz vor meinem Atelier, dort konnte sie Ausschau halten, majestätisch die Sonne genießen und BesucherInnen freudig empfangen. Die Kinder der Malwerkstatt hat sie geliebt. Sie mochte das bunte Treiben in meinem Atelier, ganz besonders wenn sie von vielen Kinderhänden gestreichelt wurde.
Ihr sanftes, liebevolles und verspieltes Wesen ist in meine Bilder geschlüpft und hat diese lebendig werden lassen.
DANKE, liebe Merle! Ich wünsche Dir eine gute Reise in den Hundehimmel!