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wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

einfach wieder anfangen

Wie ist das bei euch mit dem Anfangen?
Ein Projekt ist abgeschlossen und das nächste Vorhaben wartet schon. Geht ihr das eher behutsam, strategisch, vernünftig, Schritt für Schritt oder spontan an?
Auf mich trifft eher Letzteres zu.

Die Angst vor der weißen Leinwand ist mir fremd.
Meine Hürden und Verlockungen liegen bereits vor dem Weg zum Atelier. So sehr ich mich auf das Eintauchen in meine Farbenwelt freue, manche Stolpersteine lassen mich zögern. 

Da gibt es dieses wunderbare Sofa, einen Platz in der Sonne und das spannende Buch……..die süßen Ablenkungsmanöver.
Etwas massiver sind die größeren Brocken der „dringend zu erledigenden Pflichten“, auch ein Nährboden für Zweifel und Sinnfragen. Sind die schon mal da, kommt das ganze Geröll daher.
Die Grübler unter euch wissen sicherlich, wie ermüdend solche Gedankenmühlen sein können. 

Für mich gilt: einfach anfangen und weitermachen, Farbe auf die Leinwand und los gehts – alles andere kommt dann schon….
oder auch nicht.

Ich wünsche euch einen guten Start nach den Feiertagen und Ferien!

works in progress ©theresia heimbach

online-shop

4/19 ©Theresia Heimbach

Bevor ihr in die Osterferien abschwirrt, kommt hier noch eine frohe Nachricht:

Mein SHOP ist ONLINE!
Wenn ich ehrlich bin, das Projekt Shop hat nicht nur an meinen Nerven gezehrt, besonders in der Endphase, in der uns das Ende immer wieder abhanden gekommen ist. Es hat aber auch große Freude gemacht und über das Ergebnis bin ich sehr glücklich.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Fabian Ufer bedanken – ohne ihn würde es den Shop nicht geben. Danke für deine Geduld, dein Einfühlungsvermögen, die klare Kommunikation, deinen fachlichen Rat, dein Können und dass du immer wieder meine Vorstellungen umsetzt und so meinen Ideen Gestalt gibst:-)


Nun genug gequatscht, hier könnt ihr reinschauen und stöbern:

www.shop-theresiaheimbach.de
Über meine Homepage kommt ihr auch bequem in den Shop.

Ich freue mich auf euren Besuch!

power nap

power nap ©theresia heimbach

Ich mache – wenn überhaupt – ein Mittagsschläfchen, doch in dieses Bild hat sich der „power nap“ offensichtlich geschlichen.
Er weiß ganz genau, dass ich lieber in einer Sache aufgehe, die Zeit vergesse…….. als im „flow“ bin, mir „early bird“ Tarife fremd sind und ich eher schreibe als blogge. So ist das mit mir und den Anglizismen. Da ist der Witz schon inbegriffen;-)

In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame Feiertage!

power nap – 100×120 – 2018 – ©theresia heimbach

presse



Diesen Artikel möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich hatte völlig vergessen, mir an diesem Tag  die Printausgabe zu besorgen.
Herzlichen Dank an Nicola Seipp und ihren Kollegen, der die Seite so schön gestaltet hat!

ich staune

Nach langer………viel zu langer Zeit ein kleiner Gruß aus meinem Atelier.
Könnt ihr Bibi sehen? Sie ist die allerbeste Mitmalerin!

Ich staune! ©Theresia Heimbach

Ich staune……..und oute mich mit Brille!

Zeichenexperimente ©Theresia Heimbach

Hier sind einige meiner Selbstporträts;-) Humor ist immer hilfreich.

sprudelnde ideen

 

 

Bei der Umsetzung meiner sprudelnden Ideen kommt mir die praktische Realität immer wieder in die Quere. Die größte Hürde ist leider meine begrenzte Geduld. Am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen, so ganz in meiner Farben-Fantasie-Papier-Tier-Leinwandwelt abtauchen.
In den Nächten wandern meine Gedanken irgendwo zwischen den Papieren herum, finden neue Ideen und Wege……wie so manches handwerkliche Problem zu lösen ist.
Ganz versunken in meinen Experimenten vergesse ich nicht nur die Zeit…….bis Bibi mir hartnäckig ihren Ball zuspielt und mir die Füße abschleckt.
Das sind die Phasen mit den viel zu kurzen Tagen und dem wachsenden Durcheinander – in mir und rundherum.

Hier ein kleiner Einblick in meine Experimente.
Ich habe mich in Eco-Printing versucht. Diese Technik kommt meiner Liebe zur  Natur entgegen.  Die Papiere werde ich für Collagen und kleine Buchprojekte verwenden.

Für meine Druckversuche in meinen Lieblingsfarben verwendete ich eine selbst hergestellte Platte aus Agar Agar.

Dazwischen war ich an der Leinwand.

Mein kleines Buchprojekt, ein Leporello.

Euch allen ein schönes Wochenende und sprudelnde Ideen!

aufgetaucht

 

Nach einer kleinen großen Pause bin ich wieder aufgetaucht. Hallo!!!
Mein Atelier ist in diesen Tagen der kühlste Ort weit und breit.

Draußen ist es heiß……sehr heiß.

Und diese beiden Bilder haben ein neues Zuhause gefunden.

licht am horizont

@Theresia Heimbach

Manchmal dauert so eine Suche ganz schön lange……….vielleicht sogar ein ganzes Leben lang.

Oft sucht und sucht man ……… und „es“ liegt vor der Nase.

Nach dem Licht am Horizont habe ich gesucht.
Wurde es vom Grau und der Dunkelheit verschluckt?

Es war ein sehr langer und mühsamer Weg und für diesen einen Moment konnte ich es erkennen, ganz nah bei mir.

„Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ Albert Camus

Licht am Horizont – 100×100 – Pigmente, Acryl, Kreiden auf Leinwand – 2018 ©Theresia Heimbach

kleine welt von A-Z

Welt von A-Z @Theresia Heimbach

Der Abschied von einem Zahn ist
ein Abschied
nicht nur von einem Zahn.

In meinem Skizzenbuch wollte ich meinem treuen Gefährten im Ruhestand ein Denkmal setzen. Immerhin verbinden uns viele Jahre guter Zusammenarbeit.
Ja, ich spreche noch immer von meinem Zahn.

Auf der Suche nach Collage-Material wühlte ich in meinen Schatzkisten und stolperte über die Uraltausgabe der „Welt von A-Z“. Dieses Buch habe ich vor langer Zeit in meinem Elternhaus gefunden. Es ist eine Ausgabe von 1952.
In diesem Lexikon gab es eine Zettelwirtschaft……….alte Entschuldigungen, ein Bestellzettel für Schulmilch, Notizen zum Unterrichtsthema Papier, eine Strafaufgabe mit dem Satz „Ich soll nicht so vergesslich sein“. Wie könnte ich auch……

Das Öffnen der kleinen Welt von A-Z ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit – in die Atmosphäre des Schulhauses, das auch mein Elternhaus war, eine Reise in die 50er und 60er Jahre.

Die Fragmente der kleinen Strafarbeit haben mich an meine unvollendeten Collagen erinnert, ein Versuch der Auseinandersetzung. Sie liegen schon seit Jahren in der Schublade.