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lieblingsstadt

Ich bin so ein richtiges „Landei“. 

Und doch ist da eine Sehnsucht nach Stadt, die regelmäßig bei mir anklopft. Sie ist nicht mehr so stark und drängend – aber immer noch präsent.

Ich mag es durch die Straßen zu bummeln, die Fassaden der Häuser anzusehen, nicht nur Buchläden zu entdecken und vor allem im Caféhaus zu sitzen. So sehr ich die Stille des Landlebens mag, ein Teil von mir liebt es inmitten all der fremden Menschen zu sein.

Müsste ich mich für ein Stadtleben entscheiden, meine Wahl wäre Hamburg. Schon bei meinem ersten Besuch habe ich mich in diese Stadt verliebt. Das war vor vielen Jahren und hat sich nicht verändert.
Am vergangenen Wochenende hatte ich wieder das Vergnügen in meiner Lieblingsstadt zu sein. 

Mit jeder Menge Inspiration bin ich heute bei meinen Leinwänden im Atelier angekommen.

Schlumper Galerie @Theresia Heimbach

wettergeschichten

6/19 @Theresia Heimbach

Zu dieser Serie hat mich das Grau der Wintertage inspiriert.

Ich habe den Entschluss gefasst, das Wetter nicht mehr so wichtig zu nehmen.

Das ist gar nicht so einfach………wenn mein absoluter Lieblingsmensch bereits – und nicht nur – beim Frühstück die WetterApp checkt.
Ich gehe mit meiner Hündin Bibi spazieren – egal welche Kapriolen das Wetter schlägt – treffe Nachbarn…….und worüber redet frau-man? Ist nicht schwer zu erraten.

Bei vielen Menschen drückt die Dunkelheit aufs Gemüt – auch bei mir. Die Klagen über das Wetter, über zu viel oder zu wenig Sonne, zu kalt, zu feucht…….können es nicht verändern. 

Es ist – wie mit so vielen Dingen – Einstellungssache. Darum habe ich meinen Blick, meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung gelenkt. Das klingt jetzt zu einfach, meint ihr……….vielleicht – vielleicht ist es aber auch gar nicht so schwer, zumindest ab und zu.

In dieser anderen Richtung haben mich diese Bilder gefunden.

auftauchen

auftauchen – 100×120 – 2018 ©theresia heimbach

auftauchen
tauch endlich wieder auf!
ich tauche auf
tauchen die Nockerln auf?
Sehnsüchte tauchen auf
der Schlüssel taucht wieder auf
schmerzhafte Erinnerungen
Schätze
der ganze Müll taucht wieder auf
längst vergessene Dinge tauchen auf
Nebelschwaden
Gewitterwolken
Semmelknödel tauchen auf
das Licht am Ende des Tunnels taucht auf

aber wann taucht der kleine Wollkamm wieder auf?!

Euch fällt sicherlich auch noch einiges ein;-)


ich staune

Nach langer………viel zu langer Zeit ein kleiner Gruß aus meinem Atelier.
Könnt ihr Bibi sehen? Sie ist die allerbeste Mitmalerin!

Ich staune! ©Theresia Heimbach

Ich staune……..und oute mich mit Brille!

Zeichenexperimente ©Theresia Heimbach

Hier sind einige meiner Selbstporträts;-) Humor ist immer hilfreich.

sprudelnde ideen

 

 

Bei der Umsetzung meiner sprudelnden Ideen kommt mir die praktische Realität immer wieder in die Quere. Die größte Hürde ist leider meine begrenzte Geduld. Am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen, so ganz in meiner Farben-Fantasie-Papier-Tier-Leinwandwelt abtauchen.
In den Nächten wandern meine Gedanken irgendwo zwischen den Papieren herum, finden neue Ideen und Wege……wie so manches handwerkliche Problem zu lösen ist.
Ganz versunken in meinen Experimenten vergesse ich nicht nur die Zeit…….bis Bibi mir hartnäckig ihren Ball zuspielt und mir die Füße abschleckt.
Das sind die Phasen mit den viel zu kurzen Tagen und dem wachsenden Durcheinander – in mir und rundherum.

Hier ein kleiner Einblick in meine Experimente.
Ich habe mich in Eco-Printing versucht. Diese Technik kommt meiner Liebe zur  Natur entgegen.  Die Papiere werde ich für Collagen und kleine Buchprojekte verwenden.

Für meine Druckversuche in meinen Lieblingsfarben verwendete ich eine selbst hergestellte Platte aus Agar Agar.

Dazwischen war ich an der Leinwand.

Mein kleines Buchprojekt, ein Leporello.

Euch allen ein schönes Wochenende und sprudelnde Ideen!

aufgetaucht

 

Nach einer kleinen großen Pause bin ich wieder aufgetaucht. Hallo!!!
Mein Atelier ist in diesen Tagen der kühlste Ort weit und breit.

Draußen ist es heiß……sehr heiß.

Und diese beiden Bilder haben ein neues Zuhause gefunden.

licht am horizont

@Theresia Heimbach

Manchmal dauert so eine Suche ganz schön lange……….vielleicht sogar ein ganzes Leben lang.

Oft sucht und sucht man ……… und „es“ liegt vor der Nase.

Nach dem Licht am Horizont habe ich gesucht.
Wurde es vom Grau und der Dunkelheit verschluckt?

Es war ein sehr langer und mühsamer Weg und für diesen einen Moment konnte ich es erkennen, ganz nah bei mir.

„Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ Albert Camus

Licht am Horizont – 100×100 – Pigmente, Acryl, Kreiden auf Leinwand – 2018 ©Theresia Heimbach

kleine welt von A-Z

Welt von A-Z @Theresia Heimbach

Der Abschied von einem Zahn ist
ein Abschied
nicht nur von einem Zahn.

In meinem Skizzenbuch wollte ich meinem treuen Gefährten im Ruhestand ein Denkmal setzen. Immerhin verbinden uns viele Jahre guter Zusammenarbeit.
Ja, ich spreche noch immer von meinem Zahn.

Auf der Suche nach Collage-Material wühlte ich in meinen Schatzkisten und stolperte über die Uraltausgabe der „Welt von A-Z“. Dieses Buch habe ich vor langer Zeit in meinem Elternhaus gefunden. Es ist eine Ausgabe von 1952.
In diesem Lexikon gab es eine Zettelwirtschaft……….alte Entschuldigungen, ein Bestellzettel für Schulmilch, Notizen zum Unterrichtsthema Papier, eine Strafaufgabe mit dem Satz „Ich soll nicht so vergesslich sein“. Wie könnte ich auch……

Das Öffnen der kleinen Welt von A-Z ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit – in die Atmosphäre des Schulhauses, das auch mein Elternhaus war, eine Reise in die 50er und 60er Jahre.

Die Fragmente der kleinen Strafarbeit haben mich an meine unvollendeten Collagen erinnert, ein Versuch der Auseinandersetzung. Sie liegen schon seit Jahren in der Schublade.

illustration

 

@Theresia Heimbach

„Warum machst du kein Kinderbuch“, wurde ich immer wieder gefragt.

Warum eigentlich nicht…….
Meine Bilder erzählen Geschichten, vielleicht wäre das eine Herausforderung.

Es sträubt sich etwas in mir bei dem Gedanken daran, denn ich möchte mit meiner Kunst nicht in die Kinderschiene gezwängt werden.
„Schade, dass unsere Kinder schon groß sind und wir kein Kinderzimmer mehr haben“, ist der Kommentar eines Ausstellungsbesuchers – der mich innerlich an die Decke gehen lässt.
Vielleicht versteht Ihr was ich meine.
Natürlich lieben Kinder meine Bilder, denn sie finden unendliche Geschichten darin……….Erwachsene auch.

In den letzten Wochen habe ich den Versuch gewagt und in einen Workshop für Illustration hineingeschnuppert. Wie auf einem fremden Planeten habe ich mich gefühlt.
Ich müsse alles (meine Malerei betreffend) vergessen – wurde mir vermittelt – und komplett neu anfangen.
So hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt, denn wie soll das gehen…….alles vergessen.
Nach einigen Versuchen habe ich das Thema Illustration vorerst im „Handarbeitskoffer mit den offenen Projekten“ abgelegt.

Mein Widerspruchsgeist hat sich quergestellt und schreit nach FREIHEIT im Ausdruck,
mein Sinn für Ästhetik war beleidigt,
die Geschichtenerzählerin in mir möchte Geheimnisse wahren,
der Betrachter in mir will nicht bevormundet werden,
mein Rücken ächzt und die Kleinmotorik streikt während dem kleinen Gefummel,
die liebe Geduld macht zum Spannungsabbau Purzelbäume,
das wilde Kind in mir tobt.

Jetzt reicht es aber…….oder?

work in progress @Theresia Heimbach

geschichte zum wochenende