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#tag19

#tag15

Heute war kein guter Tag………und dann hatte ich doch tatsächlich auf meine kleine Übung zur Mittagszeit vergessen. Natürlich habe ich sie nachgeholt, allerdings nicht störungsfrei. Diese beiden Damen haben sich ins Bild gedrängt!

#day15 ©Theresia Heimbach

widerstand

©Theresia Heimbach

Über „Widerstand“ und „Dranbleiben“ schreibt Paro Balom in ihrem letzten Blogbeitrag. Sie ist eine Fachfrau was den kreativen Prozess betrifft. Ihre Zeilen haben mich inspiriert.

W I D E R S T Ä N D E……….wie könnte ich euch widerstehen!

In unserer Firma nebenan wird mit Widerständen gehandelt – das ist kein Scherz –  es sind elektronische Bauteile.

Da siehst du wie wichtig ich bin, sagt mein treuer Begleiter, mein ganz persönlicher Widerstand im kreativen Prozess.

Was würde ich nur tun ohne ihn!?

Er ist schlau, weiß genau wie er mich vom Atelier fernhalten kann, zeigt mir die unendliche Vielfalt verlockender Möglichkeiten außerhalb meines Farbenreiches.

Ich kann meine Hündin Bibi mit Spaziergängen glücklich machen und darüber sinnieren was ich – bei Gelegenheit – auf die Leinwand bringen könnte.

Zunächst ist Büroarbeit angesagt, davor muss allerdings noch ein schwerwiegendes Computerproblem geknackt werden. Das kann dauern!!!

Ist es vielleicht schon zu spät? Wir haben Hunger!

Wo ist meine Malhose?

Die Sonne scheint…….nix wie raus!

Vielleicht ist es im Atelier aber auch viel zu kalt, zu unaufgeräumt, das geeignete Material für die jeweilige Stimmung fehlt. Ich muss zu Boesner fahren!!!

Mein treuer W-Freund ist raffiniert und macht mir an trüben Tagen das Sofa richtig schmackhaft. So gemütlich liegend kann man zur Abwechslung wieder einmal alles hinterfragen. Mein Begleiter versteht sich wunderbar mit dem Zweifel. Und schon gesellt sich die große Sinnfrage dazu………..Ich finde allerdings, dass er in solchen Momenten einfach zu weit geht. Das ist vertraut aber nicht mehr kuschelig. Da muss ich dann schon mal ein Machtwort sprechen.

Kann aber sein, dass er dann bockig wird und an mein Gewissen appelliert, mein widerspenstiger Widerstandsfreund.

Mein treuer Begleiter spielt mir wunderbare Bücher über den kreativen Prozess in die Hände, sehr motivierend.
Warum macht er das?

Ich fange an ihn zu durchschauen. So ein Schlawiner!

Wie könnte ich dir auch böse sein;-)

Kennt Ihr das?

bücherfrauen


Vergangenen Freitag haben wir – die Bücherfrauen – uns zum zweiten Mal in meinem Atelier getroffen. Es war ein wunderschöner Abend mit anregenden Gesprächen. Dass ich mein kleines Farbenreich auch auf diese Weise beleben und mit anderen Menschen teilen kann, empfinde ich als großes Glück

Wir hatten uns für das Buch von Eve Harris „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ entschieden. Ein Exemplar lag bereits bei meinem – sehr großen – Stapel ungelesener Bücher.
Die Geschichte hat mich eintauchen lassen in eine mir völlig fremde Welt. Eve Harris erzählt vom Leben in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London. Chani und Rebecca sind die beiden Hauptfiguren, zwei Frauenschicksale in einer streng reglementierten Gemeinschaft. Die Autorin erzählt ohne zu werten.
Die Geschichte hat uns Lesefreundinnen sehr berührt – auf unterschiedliche Weise – und genau darin sehe ich die Chance andere Erfahrungswelten kennenzulernen. Fragen, Gefühle, Gedanken tauchen auf, Nahrung für unser Gespräch, das vielleicht bisher unbekannte Räume erschließt.

Das Buch als verbindendes Element.

So kam mir während der Vorbereitungen für diesen Abend eine gute Bekannte in den Sinn, die vor vielen Jahren zum jüdischen Glauben konvertierte. Neugierig wie ich bin, suchte ich nach einem Gespräch mit ihr. Wie war das damals……warum……..wie hast du es erlebt……..Meine Bekannte hatte viel zu erzählen.
Ist es nicht unglaublich, dass wir uns Tag für Tag über den Weg laufen, nebeneinander leben ohne uns wirklich für den anderen zu interessieren!?
Dieses Erlebnis hat mich nachdenklich gemacht…….

Euch Bücherfrauen bin ich sehr dankbar, für Euer Interesse, die Neugier und Offenheit, Eure Gedanken, Erfahrungen und das Miteinander:-)

(unser neues Buch: „Ein untadeliger Mann“ von Jane Gardam)

wintersonne, wo bist du?

Wintersonne spielt mit meinem Bild ©Theresia Heimbach

Hier war sie noch in Spiellaune, die gute Wintersonne. Nun hält sie sich bedeckt…….und trotzdem schmilzt der Schnee dahin.

atelierbaustelle

Atelierbaustelle2016

Diesen Sommer musste ich mein Atelier komplett leerräumen. Kennt Ihr mein Refugium……dann könnt Ihr Euch vorstellen was das bedeutet. Nicht nur das Kleinzeug musste verpackt werden, da waren auch die vielen Bilder und was man eben sonst noch so braucht für den malerischen Prozess…….und die Dinge, die man vielleicht doch noch irgendwann verwenden könnte. Dank vieler helfender Hände und tatkräftiger Unterstützung lief alles leichter als angenommen.
Mein Atelier hat nun eine Brandschutzdecke, frisch gestrichene Wände, ist geputzt UND wieder eingeräumt:-) Es sieht schön aus!
Ein ganz großes DANKE an alle meine Helferinnen und Helfer!!!

Mit der Räumerei ist das so eine Sache…..Ihre Zwillingsschwester heißt Unruhe. Alles wird auf den Kopf gestellt, im Außen wie im Innen. So ein Kuddelmuddel zwingt einem regelrecht dazu die Dinge wieder genau anzusehen, sich von manchen zu trennen und eine neue Ordnung zu finden.
Und hinterher stellt man fest, dass der ganze Unmut und die Aufregung gar nicht nötig gewesen wären;-)

vor-nach-mittelsatz

gruenesVerhaengnis

grünes verhängnis – 120×80 – acryl, kreiden auf leinwand – 2012 ©theresia heimbach

Während ich hier bei einer Tasse Tee über den Sinn guter Vorsätze nachdenke, steht plötzlich ein Nachsatz vor mir. Ich finde mich in einem Knäuel spielender Worte wieder und bin – ich muss es gestehen – irritiert (und bevor Ihr falsche Schlüsse zieht: auch absolut ausgeruht und nüchtern).
Was hat der Nachsatz mit dem Vorsatz zu tun und warum kann ich nicht EINMAL aus gegebenem Anlass – wir haben den 1.1.2016 – über ein aktuelles Thema ernsthaft nachdenken!
Vielleicht haben sich Vor- und Nachsatz zusammengetan um mich auf andere Gedanken zu bringen?
So lasse ich Vorsätze Vorsätze sein und mit den Nachsätzen spielen. Aufbegehrend gegen den Neujahrsoptimierungsstrom purzeln sie wild durcheinander.
Nur wo bleibt der Mittelsatz?
Dieses Gedankengepurzel stellt alles auf den Kopf. Ist das nicht unglaublich beruhigend?;-)