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wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

morgenritual nicht nur für morgenmuffel

Es gibt Menschen, die springen frisch und froh aus dem Bett, starten energiegeladen in den Tag.
Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich gehöre mehr zu den Langsamstartern und brauche Zeit, richtig viel Zeit um warmzulaufen. Meine morgendlichen Rituale helfen mir, sanft in den Tag zu gleiten.

Seit über einem Jahr ist auch die tägliche Zeichnung Teil meiner Starthilfen.
Ich illustriere meinen Jetzt-Zustand, meine Gedanken, Gefühle, Aufgaben, Pläne……Ich zeichne was mich beschäftigt. Diese fünf – zehn oder fünfzehn Minuten sind wie eine Insel nur für mich, ein Rückzugsort, den ich stets gestärkt wieder verlasse.
Mir fehlt etwas, wenn es einmal hektisch ist und ich nicht zeichnen kann, es auf später verschieben muss.

Vielleicht möchtet ihr es auch versuchen?
Der Einwand, dass ihr angeblich nicht zeichnen könnt, gilt nicht. Ich bin keineswegs die große Zeichnerin, habe aber große Freude daran.
Außerdem ist es ein geniales Rezept für Morgenmuffel. Sobald ich ein Bild für meine schlechte Stimmung gefunden habe, kann ich auch schon wieder schmunzeln.
Das ist zu einfach? Probiert es aus!

unsichtbar werden

Jetzt mal so ganz ehrlich, wie kritisch betrachtet ihr Fotos von euch?

Also mich hat es unzählige Versuche gekostet, halbwegs akzeptable Porträts von mir zu machen. Am liebsten ist mir der Selbstauslöser, dann schaut mir auch niemand zu dabei.
Zwei dieser Fotos habe ich auf Instagram mit dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram versehen. Das könnt ihr jetzt nach eurem Gusto interpretieren;-)
Bei allem Humor, es war eine Mutprobe für mich.

Mir ist aufgefallen, dass dort vor allem die jüngere Generation präsent ist, auch bei den Bloggerinnen.
Wo sind die Frauen in meinem Alter?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir mit den Jahren unsichtbarer werden.
Da muss ich etwas dagegen unternehmen, dachte ich mir.

Wer macht mit? 😉

einfach wieder anfangen

Wie ist das bei euch mit dem Anfangen?
Ein Projekt ist abgeschlossen und das nächste Vorhaben wartet schon. Geht ihr das eher behutsam, strategisch, vernünftig, Schritt für Schritt oder spontan an?
Auf mich trifft eher Letzteres zu.

Die Angst vor der weißen Leinwand ist mir fremd.
Meine Hürden und Verlockungen liegen bereits vor dem Weg zum Atelier. So sehr ich mich auf das Eintauchen in meine Farbenwelt freue, manche Stolpersteine lassen mich zögern. 

Da gibt es dieses wunderbare Sofa, einen Platz in der Sonne und das spannende Buch……..die süßen Ablenkungsmanöver.
Etwas massiver sind die größeren Brocken der „dringend zu erledigenden Pflichten“, auch ein Nährboden für Zweifel und Sinnfragen. Sind die schon mal da, kommt das ganze Geröll daher.
Die Grübler unter euch wissen sicherlich, wie ermüdend solche Gedankenmühlen sein können. 

Für mich gilt: einfach anfangen und weitermachen, Farbe auf die Leinwand und los gehts – alles andere kommt dann schon….
oder auch nicht.

Ich wünsche euch einen guten Start nach den Feiertagen und Ferien!

works in progress ©theresia heimbach

online-shop

4/19 ©Theresia Heimbach

Bevor ihr in die Osterferien abschwirrt, kommt hier noch eine frohe Nachricht:

Mein SHOP ist ONLINE!
Wenn ich ehrlich bin, das Projekt Shop hat nicht nur an meinen Nerven gezehrt, besonders in der Endphase, in der uns das Ende immer wieder abhanden gekommen ist. Es hat aber auch große Freude gemacht und über das Ergebnis bin ich sehr glücklich.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Fabian Ufer bedanken – ohne ihn würde es den Shop nicht geben. Danke für deine Geduld, dein Einfühlungsvermögen, die klare Kommunikation, deinen fachlichen Rat, dein Können und dass du immer wieder meine Vorstellungen umsetzt und so meinen Ideen Gestalt gibst:-)


Nun genug gequatscht, hier könnt ihr reinschauen und stöbern:

www.shop-theresiaheimbach.de
Über meine Homepage kommt ihr auch bequem in den Shop.

Ich freue mich auf euren Besuch!

bücherfreundinnen

eine Liebeserklärung

Vergangenen Freitag war wieder Bücherfrauenabend in meinem Atelier. 
(Ein sehr guter Anlass, mein Chaos doch noch einzudämmen;-)

Der Abend klingt immer noch in mir nach. Nun sind wir schon im zweiten Jahr.
Wir haben uns gesucht, gefunden, ausprobiert, umgeformt UND sind näher zusammengerückt. 

In mir ist ein starkes Bedürfnis nach Kommunikation und Austausch. Diesem gerecht zu werden, kann hier in meiner Landidylle sehr mühsam sein. Ich meine nicht den Smalltalk, sondern intensivere Gespräche.

Es bleibt einfach oft keine Zeit, keine Energie, um sich zusammenzusetzen, sich auszutauschen, gemeinsam zu philosophieren, mehr über das Gegenüber zu erfahren.

Haben wir es vielleicht auch schon verlernt – uns zuzuhören, offen zu sein, uns für das zu interessieren was uns begegnet? Sind wir zu bequem geworden oder übersättigt?

Wenn ich an meine Bücherfreundinnen denke, dann erfüllt mich große Dankbarkeit. Trotz Berufsalltag, Familienpflichten und Anfahrtswegen finden sie die Zeit für unsere Abende.

Und weil wir alle so unterschiedlich sind, empfinde ich diese Runden als sehr inspirierend und lebendig. 
Wir machen keine intellektuellen Analysen, müssen uns nichts beweisen. Eine große Freude am Lesen verbindet uns und es ist so spannend, wie unterschiedlich die einzelnen Frauen der Lesestoff berührt, welche Fragen auftauchen, Gedanken umherschwirren…….. Jede von uns hat ihre Vorlieben und die Standpunkte können kontrovers sein. Diese Reibung im positiven Sinne macht unsere Abende lebendig und leicht. Auch wenn unsere Meinungen konträr sind, rücken wir näher zusammen. 

Um das zu erfahren braucht es Zeit, Vertrauen, Offenheit, Interesse, Mut, Toleranz und die Bereitschaft zuzuhören.

Ihr seid die allerbesten Bücherfreundinnen, die man sich wünschen kann❤️

alles allanig machen

neue Postkarten @Theresia Heimbach

Meine neuen Postkarten sind da!
Es liegt ein mühsamer Weg hinter mir. 

„Ich mach das allanig“ – ist eines meiner verhängnisvollen Mantren.
(allanig=alleine;-)

Heute muss ich sogar darüber schmunzeln. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwierig es sein kann, gute Fotos von Gemälden zu machen. 
Sind die Lichtverhältnisse halbwegs gut, müsste ich nur noch die Bilder gerade auf die Aufnahme bringen, bei den Leinwänden kein Problem. ich kann diese an die Wand hängen. Da gibt es die Arbeiten auf Papier, Karton, die kleineren Formate eben, die sich als äußerst widerspenstig erweisen. „Hat sie denn kein Stativ“, werdet ihr euch jetzt fragen. Natürlich, alles vorhanden und trotzdem. Ich komme mit meiner Kamera nicht zurecht, das Handy macht dann doch die besseren Fotos und schließlich stehe ich da und fotografiere ohne Stativ. Meine Geduld ist schon jetzt ausgeschöpft.

Beim Beschneiden der Fotos zeigt sich die Katastrophe. 

Versteht ihr was ich meine? Das Licht wäre eigentlich optimal gewesen, doch in irgendeiner Richtung bin ich immer schief. Bei dieser Schräglage müsste auch das gemalte Bild abspecken.
Die meisten Aufnahmen muss ich wiederholen, allerdings haben sich die Lichtverhältnisse inzwischen verändert. Egal, kein Platz für perfektionistische Anwandlungen, ich muss mit meiner Geduld haushalten.
Das ist die erste Hürde. 

Dann kommt die Bearbeitung der Fotos. Die kleinen Änderungen kann ich wunderbar in meinem Fotoprogramm machen, doch für die Vorbereitung zum Druck brauche ich Photoshop. Schon lange nicht mehr geöffnet, zeigt er sich mir in einem ungewohnten Outfit. Oder kann ich mich nicht mehr erinnern??? Fluchend erobere ich mir die Photoshopwelt zurück – bis ich gar nicht mehr aufhören möchte.
Auf dem Bildschirm sieht das Ergebnis nicht schlecht aus, doch mein Drucker zeigt mir, dass noch mehr belichtet werden muss.
Ich setze mich wieder an den Computer.

Sind die Bilder hochgeladen und die Druckerei beauftragt, kommen Zweifel ob ich nicht doch besser einen Profi für diese Arbeiten beauftragen hätte sollen.
Das Ergebnis ist für mich nicht vorhersehbar. Die Überraschung kann gut oder katastrophal sein.
Dieses Mal hat es geklappt:-)

Kommt euch das bekannt vor?

Gibt es zufällig eine gute Fotografin oder Fotografen unter euch? Kennt ihr euch mit Produktfotografie, Photoshop und Druckdaten aus? 
Ich hätte ein Tauschgeschäft anzubieten: Bild oder Bilder gegen Fotos und Fotoarbeiten. 
Der kleine Film auf meiner Homepage ist auf diese Weise entstanden.

noch mehr Postkarten ©Theresia Heimbach

schüchtern

„Wann machst du denn wieder einmal eine Ausstellung“, werde ich immer wieder gefragt.
In meinem aktuellen Newsletter habe ich meine Ausstellungsmüdigkeit erwähnt.
Ich weiß, auf Dauer ist es keine Lösung, so gar nicht mehr mit meinen Bildern – in die reale Welt – hinauszugehen, mich hinter meiner Schüchternheit im Atelier zu verkriechen.

„Du bist schüchtern???????? Das hätte ich mir nicht gedacht…..“
Ja, ich bin schüchtern.

Es fällt mir schwer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, auf Menschen zuzugehen und Interesse für meine Malerei zu wecken. 
Das ist fatal, denn meine Bilder möchten in die Welt hinaus, kommunizieren, inspirieren – ich natürlich auch. 
Ich war noch nie die…….“Schaut alle her, das sind meine Bilder!!!!!!“
Es gibt ohnehin soooo viel wunderbare Kunst da draußen, denke ich.

Ich erinnere mich an die Kunstmessen, bei denen ich mit einer Auswahl meiner Werke vertreten war, an die Einführungsreden bei Vernissagen – ich hätte mich am liebsten irgendwo versteckt.
Von größeren Menschenansammlungen fühle ich mich komplett überfordert.

Was tun?
Es gibt viele Wege meine Bilder zu zeigen und ich probiere aus was passt.

In meinen Schubladen haben sich Schätze im kleinen Format angesammelt, die ich bald in einem Online-Shop präsentieren möchte. 
Das ist ein größeres Projekt und ich werde euch über die Fortschritte auf dem Laufenden halten.

arbeiten im hintergrund

14/19 ©Theresia Heimbach

Hier wird fleißig gewerkelt…….nicht nur im Atelier……. auch an der Basis dieser Seiten hier.
Ich hatte technische Pannen.
Da nutze ich gleich die Gelegenheit, um mich für die doppelte Zustellung des letzten Beitrags – eigentlich der Beiträge – zu entschuldigen:-)

Manchmal braucht es diese Schubser, um in Bewegung zu kommen. Es gibt Dinge, die schiebe ich gerne auf die Seite und gehe lieber ins Atelier.
Dank Fabian habe ich nun ein neues Tool zum Versenden der Beiträge, das der neuen Datenschutzverordnung entspricht.

So gibt es nach langer Zeit auch wieder einen Newsletter. Mein altes Programm war bockig und hat sich nicht mehr öffnen lassen. Vielleicht fühlte es sich zu sehr vernachlässigt von mir.
Da ich mich immer freue über Nachrichten meiner Lieblingsbloggerinnen, habe ich die Hürde auf mich genommen und biete hier für Interessierte wieder einen Newsletter an. Darin informiere ich über aktuelle Veranstaltungen, Bücher, Kurse……..und Inhalte meines Blogs in komprimierter Form.

Die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr auf meinem Blog und meiner Homepage.
Dort könnt ihr auch meine Blogbeiträge abonnieren.

Euch allen eine schönes Winterwochenende mit Sonnenschein!

wettergeschichten

6/19 @Theresia Heimbach

Zu dieser Serie hat mich das Grau der Wintertage inspiriert.

Ich habe den Entschluss gefasst, das Wetter nicht mehr so wichtig zu nehmen.

Das ist gar nicht so einfach………wenn mein absoluter Lieblingsmensch bereits – und nicht nur – beim Frühstück die WetterApp checkt.
Ich gehe mit meiner Hündin Bibi spazieren – egal welche Kapriolen das Wetter schlägt – treffe Nachbarn…….und worüber redet frau-man? Ist nicht schwer zu erraten.

Bei vielen Menschen drückt die Dunkelheit aufs Gemüt – auch bei mir. Die Klagen über das Wetter, über zu viel oder zu wenig Sonne, zu kalt, zu feucht…….können es nicht verändern. 

Es ist – wie mit so vielen Dingen – Einstellungssache. Darum habe ich meinen Blick, meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung gelenkt. Das klingt jetzt zu einfach, meint ihr……….vielleicht – vielleicht ist es aber auch gar nicht so schwer, zumindest ab und zu.

In dieser anderen Richtung haben mich diese Bilder gefunden.