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bücherfrauen


Vergangenen Freitag haben wir – die Bücherfrauen – uns zum zweiten Mal in meinem Atelier getroffen. Es war ein wunderschöner Abend mit anregenden Gesprächen. Dass ich mein kleines Farbenreich auch auf diese Weise beleben und mit anderen Menschen teilen kann, empfinde ich als großes Glück

Wir hatten uns für das Buch von Eve Harris „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ entschieden. Ein Exemplar lag bereits bei meinem – sehr großen – Stapel ungelesener Bücher.
Die Geschichte hat mich eintauchen lassen in eine mir völlig fremde Welt. Eve Harris erzählt vom Leben in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London. Chani und Rebecca sind die beiden Hauptfiguren, zwei Frauenschicksale in einer streng reglementierten Gemeinschaft. Die Autorin erzählt ohne zu werten.
Die Geschichte hat uns Lesefreundinnen sehr berührt – auf unterschiedliche Weise – und genau darin sehe ich die Chance andere Erfahrungswelten kennenzulernen. Fragen, Gefühle, Gedanken tauchen auf, Nahrung für unser Gespräch, das vielleicht bisher unbekannte Räume erschließt.

Das Buch als verbindendes Element.

So kam mir während der Vorbereitungen für diesen Abend eine gute Bekannte in den Sinn, die vor vielen Jahren zum jüdischen Glauben konvertierte. Neugierig wie ich bin, suchte ich nach einem Gespräch mit ihr. Wie war das damals……warum……..wie hast du es erlebt……..Meine Bekannte hatte viel zu erzählen.
Ist es nicht unglaublich, dass wir uns Tag für Tag über den Weg laufen, nebeneinander leben ohne uns wirklich für den anderen zu interessieren!?
Dieses Erlebnis hat mich nachdenklich gemacht…….

Euch Bücherfrauen bin ich sehr dankbar, für Euer Interesse, die Neugier und Offenheit, Eure Gedanken, Erfahrungen und das Miteinander:-)

(unser neues Buch: „Ein untadeliger Mann“ von Jane Gardam)

zauberland

Ich träume immer noch vom Licht und Wolkenspiel, dem Meer und der bretonischen Küste. Die Bretagne zählt zu meinen Lieblingsplätzen. Die Dramatik des Schauspiels am Himmel verzaubert mich. Es heißt, dass hier mehrmals am Tag der Sommer kommt. Sonne, Wolken, Wind und Regen tanzen miteinander. Der schnelle Wechsel wirkt beruhigend auf mich. Die Veränderung ist gewiss – keine Stagnation – dazu das Meer mit seinen Gezeiten……..

atelierbaustelle

Atelierbaustelle2016

Diesen Sommer musste ich mein Atelier komplett leerräumen. Kennt Ihr mein Refugium……dann könnt Ihr Euch vorstellen was das bedeutet. Nicht nur das Kleinzeug musste verpackt werden, da waren auch die vielen Bilder und was man eben sonst noch so braucht für den malerischen Prozess…….und die Dinge, die man vielleicht doch noch irgendwann verwenden könnte. Dank vieler helfender Hände und tatkräftiger Unterstützung lief alles leichter als angenommen.
Mein Atelier hat nun eine Brandschutzdecke, frisch gestrichene Wände, ist geputzt UND wieder eingeräumt:-) Es sieht schön aus!
Ein ganz großes DANKE an alle meine Helferinnen und Helfer!!!

Mit der Räumerei ist das so eine Sache…..Ihre Zwillingsschwester heißt Unruhe. Alles wird auf den Kopf gestellt, im Außen wie im Innen. So ein Kuddelmuddel zwingt einem regelrecht dazu die Dinge wieder genau anzusehen, sich von manchen zu trennen und eine neue Ordnung zu finden.
Und hinterher stellt man fest, dass der ganze Unmut und die Aufregung gar nicht nötig gewesen wären;-)

the confident creative

COVER4Bei meinen Streifzügen durch das Netz habe ich die Bücher der Künstlerin Cat Bennett entdeckt. Leider gibt es diese noch nicht in Deutsch. Die Begeisterung für das Thema hat meinen begrenzten Englischkenntnissen Flügel verliehen und so habe ich die Bücher „verschlungen“.
Cat Bennett spricht mir „aus der Seele“:-)
Sie ist Künstlerin, war viele Jahre Illustratorin, lebt und arbeitet in Boston, wo sie „Zeichnen als Weg“ unterrichtet. Die Erfahrungen mit ihrem „Saturday Morning Drawing Club“ gibt sie in ihren Büchern weiter.

Es handelt sich hier um einen Zeichenunterricht, der weit   entfernt ist von den Methoden aus unseren Schulzeiten. Sie sieht in der Praxis des Zeichnens einen catbennettmeditativen Weg und betont die Parallelen mit dem Yoga…… Also raus aus unserer Bewertungsschiene, die inneren Kritiker plappern lassen, achtsam sein und uns auf das konzentrieren was gerade jetzt in diesem Augenblick ist – zum Beispiel wie sich der Stift auf dem Papier bewegt. Cat führt die Leser an verschiedene Wege des Zeichnens heran und ermutigt, uns selbst auferlegte Grenzen zu überschreiten und Blockaden zu lösen.
Die Gemeinschaft – der schöpferische Akt in der Gruppe – hat für sie einen besonders hohen Stellenwert in diesem Prozess. Wir sollen uns Gefährten für diesen Weg suchen.
DrawingClub
Zwei wunderbare und inspirierende Bücher!

Der Genuss des neuesten Buches „The Drawing Club of Improbable Dreams“  liegt noch vor mir.

Die Bücher könnt Ihr über Eure Buchhandlung vor Ort beziehen.

alte katzen

altekatzen

Ich habe ein wunderschönes Buch zu Weihnachten bekommen! Vielleicht habt Ihr meine kleine Geschichte zum „Königreich Flecki“ gelesen oder erinnert Euch an unsere Hündin Merle. Tiere sind  treue Gefährten, die mich begleiten und mein Leben bereichern. Die Essenz ihres Wesens zeigt sich in meinen gemalten Geschichten.

„Über Jahre fotografierte und porträtierte die Filmemacherin und Fotografin Meike Birck, selbst Katzenbesitzerin, Menschen mit ihren alten Katzen. So entstand ein Bildband mit eindringlichen Texten voll Zärtlichkeit, Respekt und Poesie.“ (Klappentext)
Hier könnt Ihr noch mehr über das Buch erfahren und es direkt beim Verlag bestellen: http://www.alte-katzen-das-buch.de/

ranunkeln

RanunkelCollageDas habe ich hinter dem Nebel gefunden!!! Aber erst nachdem ich darin gefischt und die Nebelleuchten mir den Weg gezeigt haben;-)
Ich liebe Ranunkeln!

Und……….meine neue Homepage ist fertig!
Alle Neugierigen können hier ohne Umwege durch meine neuen Seiten spazieren.

Ich wünsche Euch wunderschöne Frühlingstage!

jetztblick-augenblick

theresiaheimbach-20x20-o.T.2014Es ist die Zeit der Jahresrückblicke und guten Vorsätze, der Prognosen und Inventuren. Noch einen Blogbeitrag im „alten Jahr“ wollte ich schreiben. Heute drehe ich die bereits formulierten Sätze wieder um, wälze sie hin und her während meine Gedanken sich völlig verlaufen haben und ins Philosophische abgedriftet sind.
Vor einem Jahr hatte ich mir vorgenommen, 2014 etwas ruhiger zu gestalten. Es entpuppte sich allerdings als eines der unruhigsten Jahre, die ich bisher erlebt hatte. So ist das mit den guten Vorsätzen…..
Es blieb kaum Zeit und Energie für meine Arbeit im Atelier. Das kann frustrierend sein. Anders betrachtet: es fegte ein Sturm durch mein Leben, der alles kräftig durchschüttelte und die Sicht auf unbekannte Wege forderte. Selbst die Worte für mögliche Blogbeiträge sind mir zwischendurch abhanden gekommen. Heute suche ich danach und stoße dabei auf meine ursprüngliche Motivation diesen Blog zu schreiben.
Ich experimentiere nicht nur gerne mit Farben, Formen und Materialien, auch mit Worten und Gedanken. Ein Blog bietet die Möglichkeit, mit Euch Leserinnen und Lesern in Kontakt zu treten, mit Freundinnen und Freunden meiner Kunst und meiner Malwerkstatt in Verbindung zu bleiben. Inzwischen musste ich feststellen, dass das alles nicht so einfach ist, besonders für einen eher schüchternen Menschen wie mich, der in unregelmäßigen Abständen alles auf den Kopf und infrage stellt.
Das Schreiben von Texten im Internet fühlt sich oft seltsam an. Es ist wie das Sprechen in einem leeren Raum. Ja, das ist sehr befremdend. Werden meine Beiträge gelesen? Macht das überhaupt Sinn? Es ist der Austausch mit dem Du, die Kommunikation, das in Beziehung setzen – was uns alle erst wirklich rund macht. Ich habe mich mit einigen meiner Leser und Leserinnen darüber unterhalten, auch über den Gedanken, meinen Blog wieder „still zu legen“. Das Internet überflutet uns täglich mit unendlich vielen Informationen, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben. Und ich weiß, dass es Zeit und Energie braucht von LeserInnenseite auch noch Kommentare zu schreiben. Andererseits denke ich an die Freude, wenn mich Beiträge der von mir abonnierten Blogs erreichen. Auf einen „grünen Nenner“ – oder welche Farbe auch immer – bin ich noch nicht gekommen. Mein Blog ist in Bewegung, bäumt sich auf, wälzt sich herum……… Eine neue Form wird sich finden.

Ich danke allen LeserInnen, den LiebhaberInnen meiner Bilder, den FreundInnen meiner Malwerkstatt und allen Malkindern! Es ist ein großes Geschenk, dass wir etwas Gemeinsames teilen.
Euch allen wünsche ich aus ganzem Herzen das Beste für die kommenden Monate!
theresiaheimbach.collage2014