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team heimbach

Hier sind meine Schmalen oder Langen oder Breiten, je nachdem.

Die kommunikative Runde kommt inzwischen ganz gut ohne mich zurecht. Mit den Feinheiten war ich noch viele Stunden beschäftigt. Das ist immer wieder eine Gratwanderung. Werde ich gegen Ende eines Malprozesses zu pingelig oder „passt es einfach noch nicht“…… Wann ein Bild fertig ist, das entscheidet mein Bauchgefühl.

Team Heimbach lässt grüßen:-)

Dieses hier habe ich nach langer Ruhezeit nochmal verändert. Die Figur rechts im Bild fühlte sich verloren – das ging natürlich gar nicht. (Ihr könnt das Bild vor der Veränderung hier sehen.)

Wenn die Geschichte noch nicht rund ist, dann tauche ich wieder ein, höre zu und schon zeigen sich die nächsten Schritte. Das kann schon einige Anläufe brauchen.

Zum Abschluss wollten alle noch fotogeshootet werden. Das war vielleicht eine Aufregung, meine Güte. Die Frisuren mussten gerichtet werden, was in der aktuellen Situation Improvisationstalent erfordert.
Demnächst kommt ihr Auftritt auf meiner Homepage, wo Ihr sie dann alle bewundern könnt.

Zur Abwechslung habe ich ein paar größere Leinwände hervorgeholt.

nächstes Projekt

Davor hatte ich eine Bestandsaufnahme meiner Pigmente gemacht, Farben angerührt und mich in all meine Ockertöne verliebt.

Innerlich konnte ich mich von meiner bunten Gesellschaft noch nicht verabschieden. Sie hat mich durch den zweiten Lockdown geführt und möchte mir – vielleicht auch Dir -noch etwas zeigen.

selbstgespräche

Die bunte Gesellschaft hat Zuwachs bekommen und hält mich auf Trab.
Eine turbulente Gemeinschaft fügt sich zusammen – das braucht Zeit.

Es tauchen Erinnerungen an die Handpuppen meiner Kindheit auf und die Stunden, in denen ich sie für mich zum Leben erweckte. Die Figuren befanden sich in einem Schrank des alten Schulhauses, den ich zur Kulisse und Bühne verwandeln konnte. Irgendwann hatten sich Motten an den Kleidern vergnügt. Vor den Löchern gruselte es mir, ich wusste ja nicht, ob in den Köpfen nicht doch noch kleine Tierchen hausten. Mutig arrangierte ich mich mit den geheimnisvollen Lebewesen.

Viele Nachmittage verbrachte ich damit, Geschichten zu spielen, Dialoge zu entwickeln, experimentierte dabei mit meiner Stimme – vor einem imaginären Publikum. 

Worin liegt der Unterschied zwischen den Rollenspielen unserer Kindheit und den Selbstgesprächen der Erwachsenen? 

Wenn Ihr jetzt denkt, wieso Selbstgespräche??? Ich möchte Euch ja nicht zu nahe treten – wir alle tun es – bewusst oder unbewusst. Da sind die Strengen, die Rebellischen, die Zarten, Herzlichen, die Schimpfenden, Melancholischen und Großzügigen, die Besserwisser, die Zweifler, die Humorvollen…………manchmal ein einziges Kasperltheater. Alle dürfen mitspielen, auch der Miesmacher und das Stinkerchen.

ankommen im neuen atelier

Hier war es sehr lange still. Es gab nichts zu sagen – von meiner Seite – und doch so viel – von allem etwas – jeden Tag anders – gefangen in einer gefühlten Achterbahn im verrückten 2020.
Wohin die Reise geht – mit meinem Blog und anderen Dingen, das weiß ich noch nicht – wie so vieles in dieser Zeit. Es ist einiges durcheinander gepurzelt, aufgewühlt und verändert. Damit bin ich ja nicht alleine.

Eine der vielen Baustellen war der Umzug meines Ateliers. Nun bin ich im Dachgeschoss. Hier ist es anders als zuvor – das haben Veränderungen so an sich – und ich versuche, mich zu orientieren und zurechtzufinden.
Wir mussten sooo viel Material zusammenpacken – unglaublich was frau so alles braucht:-) Ganz fest habe ich mir vorgenommen nun aus meinem Fundus zu schöpfen – bis dieser etwas abgebaut ist. Ihr seid meine Zeugen, erinnert mich bitte bei Gelegenheit daran.

Begonnen habe ich mit Skizzen auf Papier. Einige Holzkästen liegen bereit und warten auf weitere Farbschichten.

©theresia heimbach

die leidige sache mit dem marketing

Es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem ganzen Marketingdingsbums so meine Schwierigkeiten habe.
Ich weiß, mit diesem Problem bin ich nicht alleine.
Natürlich hab ich mich schlau gemacht, denn es gibt unzählige Experten auf dem Gebiet des Online-Marketings;-)

Was aber passiert, 

wenn man nur ohne Hintergedanken schreiben kann,

strategisches Handeln ein Fremdwort ist, das Übelkeit auslöst,

noch dazu immer alles kritisch hinterfragen möchte,

sich die Stacheln aufstellen, wenn es nach Manipulation riecht,

schon gar kein Spielball für fremde Interessen sein will (als Beispiel die sozialen Netzwerke),

beim großen Rennen nach Followerzahlen und Likes nicht mithalten kann,

all das als Freiheitsraub empfindet 

und noch dazu ehrlich ist.

Bin ich eine Spielverderberin?

wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

unsichtbar werden

Jetzt mal so ganz ehrlich, wie kritisch betrachtet ihr Fotos von euch?

Also mich hat es unzählige Versuche gekostet, halbwegs akzeptable Porträts von mir zu machen. Am liebsten ist mir der Selbstauslöser, dann schaut mir auch niemand zu dabei.
Zwei dieser Fotos habe ich auf Instagram mit dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram versehen. Das könnt ihr jetzt nach eurem Gusto interpretieren;-)
Bei allem Humor, es war eine Mutprobe für mich.

Mir ist aufgefallen, dass dort vor allem die jüngere Generation präsent ist, auch bei den Bloggerinnen.
Wo sind die Frauen in meinem Alter?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir mit den Jahren unsichtbarer werden.
Da muss ich etwas dagegen unternehmen, dachte ich mir.

Wer macht mit? 😉

einfach wieder anfangen

Wie ist das bei euch mit dem Anfangen?
Ein Projekt ist abgeschlossen und das nächste Vorhaben wartet schon. Geht ihr das eher behutsam, strategisch, vernünftig, Schritt für Schritt oder spontan an?
Auf mich trifft eher Letzteres zu.

Die Angst vor der weißen Leinwand ist mir fremd.
Meine Hürden und Verlockungen liegen bereits vor dem Weg zum Atelier. So sehr ich mich auf das Eintauchen in meine Farbenwelt freue, manche Stolpersteine lassen mich zögern. 

Da gibt es dieses wunderbare Sofa, einen Platz in der Sonne und das spannende Buch……..die süßen Ablenkungsmanöver.
Etwas massiver sind die größeren Brocken der „dringend zu erledigenden Pflichten“, auch ein Nährboden für Zweifel und Sinnfragen. Sind die schon mal da, kommt das ganze Geröll daher.
Die Grübler unter euch wissen sicherlich, wie ermüdend solche Gedankenmühlen sein können. 

Für mich gilt: einfach anfangen und weitermachen, Farbe auf die Leinwand und los gehts – alles andere kommt dann schon….
oder auch nicht.

Ich wünsche euch einen guten Start nach den Feiertagen und Ferien!

works in progress ©theresia heimbach

online-shop

4/19 ©Theresia Heimbach

Bevor ihr in die Osterferien abschwirrt, kommt hier noch eine frohe Nachricht:

Mein SHOP ist ONLINE!
Wenn ich ehrlich bin, das Projekt Shop hat nicht nur an meinen Nerven gezehrt, besonders in der Endphase, in der uns das Ende immer wieder abhanden gekommen ist. Es hat aber auch große Freude gemacht und über das Ergebnis bin ich sehr glücklich.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Fabian Ufer bedanken – ohne ihn würde es den Shop nicht geben. Danke für deine Geduld, dein Einfühlungsvermögen, die klare Kommunikation, deinen fachlichen Rat, dein Können und dass du immer wieder meine Vorstellungen umsetzt und so meinen Ideen Gestalt gibst:-)


Nun genug gequatscht, hier könnt ihr reinschauen und stöbern:

www.shop-theresiaheimbach.de
Über meine Homepage kommt ihr auch bequem in den Shop.

Ich freue mich auf euren Besuch!

alles allanig machen

neue Postkarten @Theresia Heimbach

Meine neuen Postkarten sind da!
Es liegt ein mühsamer Weg hinter mir. 

„Ich mach das allanig“ – ist eines meiner verhängnisvollen Mantren.
(allanig=alleine;-)

Heute muss ich sogar darüber schmunzeln. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwierig es sein kann, gute Fotos von Gemälden zu machen. 
Sind die Lichtverhältnisse halbwegs gut, müsste ich nur noch die Bilder gerade auf die Aufnahme bringen, bei den Leinwänden kein Problem. ich kann diese an die Wand hängen. Da gibt es die Arbeiten auf Papier, Karton, die kleineren Formate eben, die sich als äußerst widerspenstig erweisen. „Hat sie denn kein Stativ“, werdet ihr euch jetzt fragen. Natürlich, alles vorhanden und trotzdem. Ich komme mit meiner Kamera nicht zurecht, das Handy macht dann doch die besseren Fotos und schließlich stehe ich da und fotografiere ohne Stativ. Meine Geduld ist schon jetzt ausgeschöpft.

Beim Beschneiden der Fotos zeigt sich die Katastrophe. 

Versteht ihr was ich meine? Das Licht wäre eigentlich optimal gewesen, doch in irgendeiner Richtung bin ich immer schief. Bei dieser Schräglage müsste auch das gemalte Bild abspecken.
Die meisten Aufnahmen muss ich wiederholen, allerdings haben sich die Lichtverhältnisse inzwischen verändert. Egal, kein Platz für perfektionistische Anwandlungen, ich muss mit meiner Geduld haushalten.
Das ist die erste Hürde. 

Dann kommt die Bearbeitung der Fotos. Die kleinen Änderungen kann ich wunderbar in meinem Fotoprogramm machen, doch für die Vorbereitung zum Druck brauche ich Photoshop. Schon lange nicht mehr geöffnet, zeigt er sich mir in einem ungewohnten Outfit. Oder kann ich mich nicht mehr erinnern??? Fluchend erobere ich mir die Photoshopwelt zurück – bis ich gar nicht mehr aufhören möchte.
Auf dem Bildschirm sieht das Ergebnis nicht schlecht aus, doch mein Drucker zeigt mir, dass noch mehr belichtet werden muss.
Ich setze mich wieder an den Computer.

Sind die Bilder hochgeladen und die Druckerei beauftragt, kommen Zweifel ob ich nicht doch besser einen Profi für diese Arbeiten beauftragen hätte sollen.
Das Ergebnis ist für mich nicht vorhersehbar. Die Überraschung kann gut oder katastrophal sein.
Dieses Mal hat es geklappt:-)

Kommt euch das bekannt vor?

Gibt es zufällig eine gute Fotografin oder Fotografen unter euch? Kennt ihr euch mit Produktfotografie, Photoshop und Druckdaten aus? 
Ich hätte ein Tauschgeschäft anzubieten: Bild oder Bilder gegen Fotos und Fotoarbeiten. 
Der kleine Film auf meiner Homepage ist auf diese Weise entstanden.

noch mehr Postkarten ©Theresia Heimbach