Archiv der Kategorie: meine kunst

wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

unsichtbar werden

Jetzt mal so ganz ehrlich, wie kritisch betrachtet ihr Fotos von euch?

Also mich hat es unzählige Versuche gekostet, halbwegs akzeptable Porträts von mir zu machen. Am liebsten ist mir der Selbstauslöser, dann schaut mir auch niemand zu dabei.
Zwei dieser Fotos habe ich auf Instagram mit dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram versehen. Das könnt ihr jetzt nach eurem Gusto interpretieren;-)
Bei allem Humor, es war eine Mutprobe für mich.

Mir ist aufgefallen, dass dort vor allem die jüngere Generation präsent ist, auch bei den Bloggerinnen.
Wo sind die Frauen in meinem Alter?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir mit den Jahren unsichtbarer werden.
Da muss ich etwas dagegen unternehmen, dachte ich mir.

Wer macht mit? 😉

online-shop

4/19 ©Theresia Heimbach

Bevor ihr in die Osterferien abschwirrt, kommt hier noch eine frohe Nachricht:

Mein SHOP ist ONLINE!
Wenn ich ehrlich bin, das Projekt Shop hat nicht nur an meinen Nerven gezehrt, besonders in der Endphase, in der uns das Ende immer wieder abhanden gekommen ist. Es hat aber auch große Freude gemacht und über das Ergebnis bin ich sehr glücklich.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Fabian Ufer bedanken – ohne ihn würde es den Shop nicht geben. Danke für deine Geduld, dein Einfühlungsvermögen, die klare Kommunikation, deinen fachlichen Rat, dein Können und dass du immer wieder meine Vorstellungen umsetzt und so meinen Ideen Gestalt gibst:-)


Nun genug gequatscht, hier könnt ihr reinschauen und stöbern:

www.shop-theresiaheimbach.de
Über meine Homepage kommt ihr auch bequem in den Shop.

Ich freue mich auf euren Besuch!

alles allanig machen

neue Postkarten @Theresia Heimbach

Meine neuen Postkarten sind da!
Es liegt ein mühsamer Weg hinter mir. 

„Ich mach das allanig“ – ist eines meiner verhängnisvollen Mantren.
(allanig=alleine;-)

Heute muss ich sogar darüber schmunzeln. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwierig es sein kann, gute Fotos von Gemälden zu machen. 
Sind die Lichtverhältnisse halbwegs gut, müsste ich nur noch die Bilder gerade auf die Aufnahme bringen, bei den Leinwänden kein Problem. ich kann diese an die Wand hängen. Da gibt es die Arbeiten auf Papier, Karton, die kleineren Formate eben, die sich als äußerst widerspenstig erweisen. „Hat sie denn kein Stativ“, werdet ihr euch jetzt fragen. Natürlich, alles vorhanden und trotzdem. Ich komme mit meiner Kamera nicht zurecht, das Handy macht dann doch die besseren Fotos und schließlich stehe ich da und fotografiere ohne Stativ. Meine Geduld ist schon jetzt ausgeschöpft.

Beim Beschneiden der Fotos zeigt sich die Katastrophe. 

Versteht ihr was ich meine? Das Licht wäre eigentlich optimal gewesen, doch in irgendeiner Richtung bin ich immer schief. Bei dieser Schräglage müsste auch das gemalte Bild abspecken.
Die meisten Aufnahmen muss ich wiederholen, allerdings haben sich die Lichtverhältnisse inzwischen verändert. Egal, kein Platz für perfektionistische Anwandlungen, ich muss mit meiner Geduld haushalten.
Das ist die erste Hürde. 

Dann kommt die Bearbeitung der Fotos. Die kleinen Änderungen kann ich wunderbar in meinem Fotoprogramm machen, doch für die Vorbereitung zum Druck brauche ich Photoshop. Schon lange nicht mehr geöffnet, zeigt er sich mir in einem ungewohnten Outfit. Oder kann ich mich nicht mehr erinnern??? Fluchend erobere ich mir die Photoshopwelt zurück – bis ich gar nicht mehr aufhören möchte.
Auf dem Bildschirm sieht das Ergebnis nicht schlecht aus, doch mein Drucker zeigt mir, dass noch mehr belichtet werden muss.
Ich setze mich wieder an den Computer.

Sind die Bilder hochgeladen und die Druckerei beauftragt, kommen Zweifel ob ich nicht doch besser einen Profi für diese Arbeiten beauftragen hätte sollen.
Das Ergebnis ist für mich nicht vorhersehbar. Die Überraschung kann gut oder katastrophal sein.
Dieses Mal hat es geklappt:-)

Kommt euch das bekannt vor?

Gibt es zufällig eine gute Fotografin oder Fotografen unter euch? Kennt ihr euch mit Produktfotografie, Photoshop und Druckdaten aus? 
Ich hätte ein Tauschgeschäft anzubieten: Bild oder Bilder gegen Fotos und Fotoarbeiten. 
Der kleine Film auf meiner Homepage ist auf diese Weise entstanden.

noch mehr Postkarten ©Theresia Heimbach

schüchtern

„Wann machst du denn wieder einmal eine Ausstellung“, werde ich immer wieder gefragt.
In meinem aktuellen Newsletter habe ich meine Ausstellungsmüdigkeit erwähnt.
Ich weiß, auf Dauer ist es keine Lösung, so gar nicht mehr mit meinen Bildern – in die reale Welt – hinauszugehen, mich hinter meiner Schüchternheit im Atelier zu verkriechen.

„Du bist schüchtern???????? Das hätte ich mir nicht gedacht…..“
Ja, ich bin schüchtern.

Es fällt mir schwer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, auf Menschen zuzugehen und Interesse für meine Malerei zu wecken. 
Das ist fatal, denn meine Bilder möchten in die Welt hinaus, kommunizieren, inspirieren – ich natürlich auch. 
Ich war noch nie die…….“Schaut alle her, das sind meine Bilder!!!!!!“
Es gibt ohnehin soooo viel wunderbare Kunst da draußen, denke ich.

Ich erinnere mich an die Kunstmessen, bei denen ich mit einer Auswahl meiner Werke vertreten war, an die Einführungsreden bei Vernissagen – ich hätte mich am liebsten irgendwo versteckt.
Von größeren Menschenansammlungen fühle ich mich komplett überfordert.

Was tun?
Es gibt viele Wege meine Bilder zu zeigen und ich probiere aus was passt.

In meinen Schubladen haben sich Schätze im kleinen Format angesammelt, die ich bald in einem Online-Shop präsentieren möchte. 
Das ist ein größeres Projekt und ich werde euch über die Fortschritte auf dem Laufenden halten.

wettergeschichten

6/19 @Theresia Heimbach

Zu dieser Serie hat mich das Grau der Wintertage inspiriert.

Ich habe den Entschluss gefasst, das Wetter nicht mehr so wichtig zu nehmen.

Das ist gar nicht so einfach………wenn mein absoluter Lieblingsmensch bereits – und nicht nur – beim Frühstück die WetterApp checkt.
Ich gehe mit meiner Hündin Bibi spazieren – egal welche Kapriolen das Wetter schlägt – treffe Nachbarn…….und worüber redet frau-man? Ist nicht schwer zu erraten.

Bei vielen Menschen drückt die Dunkelheit aufs Gemüt – auch bei mir. Die Klagen über das Wetter, über zu viel oder zu wenig Sonne, zu kalt, zu feucht…….können es nicht verändern. 

Es ist – wie mit so vielen Dingen – Einstellungssache. Darum habe ich meinen Blick, meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung gelenkt. Das klingt jetzt zu einfach, meint ihr……….vielleicht – vielleicht ist es aber auch gar nicht so schwer, zumindest ab und zu.

In dieser anderen Richtung haben mich diese Bilder gefunden.

leichtigkeit

1/19 ©Theresia Heimbach

So hat das Jahr in meinem Atelier begonnen……..mit einer munteren Gesellschaft in meinen Bildern. Gemeinsam schlagen wir dem Wintergrau ein Schnippchen.

Ist das Leichtigkeit?

Sehr oft wird sie in meinen Bildern gesehen.
Seit Tagen denke ich darüber nach, formuliere gedanklich Sätze und sehe den Beitrag zu diesem Thema so mehr oder weniger klar vor mir.
Heute und jetzt und momentan habe ich mich anders entschieden und lasse meine Bilder sprechen.

So ist das mit der Leichtigkeit;-)

power nap

power nap ©theresia heimbach

Ich mache – wenn überhaupt – ein Mittagsschläfchen, doch in dieses Bild hat sich der „power nap“ offensichtlich geschlichen.
Er weiß ganz genau, dass ich lieber in einer Sache aufgehe, die Zeit vergesse…….. als im „flow“ bin, mir „early bird“ Tarife fremd sind und ich eher schreibe als blogge. So ist das mit mir und den Anglizismen. Da ist der Witz schon inbegriffen;-)

In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame Feiertage!

power nap – 100×120 – 2018 – ©theresia heimbach

presse



Diesen Artikel möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich hatte völlig vergessen, mir an diesem Tag  die Printausgabe zu besorgen.
Herzlichen Dank an Nicola Seipp und ihren Kollegen, der die Seite so schön gestaltet hat!

auftauchen

auftauchen – 100×120 – 2018 ©theresia heimbach

auftauchen
tauch endlich wieder auf!
ich tauche auf
tauchen die Nockerln auf?
Sehnsüchte tauchen auf
der Schlüssel taucht wieder auf
schmerzhafte Erinnerungen
Schätze
der ganze Müll taucht wieder auf
längst vergessene Dinge tauchen auf
Nebelschwaden
Gewitterwolken
Semmelknödel tauchen auf
das Licht am Ende des Tunnels taucht auf

aber wann taucht der kleine Wollkamm wieder auf?!

Euch fällt sicherlich auch noch einiges ein;-)