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die leidige sache mit dem marketing

Es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem ganzen Marketingdingsbums so meine Schwierigkeiten habe.
Ich weiß, mit diesem Problem bin ich nicht alleine.
Natürlich hab ich mich schlau gemacht, denn es gibt unzählige Experten auf dem Gebiet des Online-Marketings;-)

Was aber passiert, 

wenn man nur ohne Hintergedanken schreiben kann,

strategisches Handeln ein Fremdwort ist, das Übelkeit auslöst,

noch dazu immer alles kritisch hinterfragen möchte,

sich die Stacheln aufstellen, wenn es nach Manipulation riecht,

schon gar kein Spielball für fremde Interessen sein will (als Beispiel die sozialen Netzwerke),

beim großen Rennen nach Followerzahlen und Likes nicht mithalten kann,

all das als Freiheitsraub empfindet 

und noch dazu ehrlich ist.

Bin ich eine Spielverderberin?

wieviel realität

Während meines morgendlichen Zeichnens kam mir heute folgende Frage in den Sinn:
Wieviel Realität ………………..?
(brauchst du – ich, ist die richtige Portion, ertrage ich – was immer dir auch dazu einfällt)

„Was für eine unsinnige Frage!“, ruft Familie Bodenständig mir zu.
Frau Tagtraum jedoch nickt verständnisvoll und macht einen Seufzer der Erleichterung.

Das tägliche Zeichnen nach dem Frühstück ist „wie eine Insel für mich“, habe ich hier geschrieben. 
Und heute füge ich hinzu: mein Atelier ist so etwas wie meine Heimat, Fantasie mein Planet. 
Für mich existieren Parallelwelten.

Durch meine Kunst versuche ich eine Verbindung zu schaffen – mich im Jetzt zurechtzufinden und meine Realitäten zu verknüpfen. Meiner Wahrnehmung gebe ich malerisch eine Form und finde so eine Sprache, die eine Brücke baut, auf der wir uns treffen oder auch nicht.

Manchmal verliere ich mich in meinen Tagträumen, den Sphären der bunten Fantasie und Geschichten. Was lebensrettend für mich war und ist, kann mich den realen Erfordernissen da draußen entfremden. Die richtige Balance zu finden ist eine Herausforderung.
Bin ich einmal eingetaucht, dann geht mir Raum und Zeit verloren.

Da stupst mich die Hundeschnauze mit dem Kürbis aus Plüsch im Maul und sorgt dafür, dass ich wieder zurückfinde. Wie kann man da widerstehen….. Bibi holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

„Tauch mal kurz wieder auf“, meint sie „hier ist es doch auch ganz schön“.

Bibi ❤️

morgenritual nicht nur für morgenmuffel

Es gibt Menschen, die springen frisch und froh aus dem Bett, starten energiegeladen in den Tag.
Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich gehöre mehr zu den Langsamstartern und brauche Zeit, richtig viel Zeit um warmzulaufen. Meine morgendlichen Rituale helfen mir, sanft in den Tag zu gleiten.

Seit über einem Jahr ist auch die tägliche Zeichnung Teil meiner Starthilfen.
Ich illustriere meinen Jetzt-Zustand, meine Gedanken, Gefühle, Aufgaben, Pläne……Ich zeichne was mich beschäftigt. Diese fünf – zehn oder fünfzehn Minuten sind wie eine Insel nur für mich, ein Rückzugsort, den ich stets gestärkt wieder verlasse.
Mir fehlt etwas, wenn es einmal hektisch ist und ich nicht zeichnen kann, es auf später verschieben muss.

Vielleicht möchtet ihr es auch versuchen?
Der Einwand, dass ihr angeblich nicht zeichnen könnt, gilt nicht. Ich bin keineswegs die große Zeichnerin, habe aber große Freude daran.
Außerdem ist es ein geniales Rezept für Morgenmuffel. Sobald ich ein Bild für meine schlechte Stimmung gefunden habe, kann ich auch schon wieder schmunzeln.
Das ist zu einfach? Probiert es aus!

unsichtbar werden

Jetzt mal so ganz ehrlich, wie kritisch betrachtet ihr Fotos von euch?

Also mich hat es unzählige Versuche gekostet, halbwegs akzeptable Porträts von mir zu machen. Am liebsten ist mir der Selbstauslöser, dann schaut mir auch niemand zu dabei.
Zwei dieser Fotos habe ich auf Instagram mit dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram versehen. Das könnt ihr jetzt nach eurem Gusto interpretieren;-)
Bei allem Humor, es war eine Mutprobe für mich.

Mir ist aufgefallen, dass dort vor allem die jüngere Generation präsent ist, auch bei den Bloggerinnen.
Wo sind die Frauen in meinem Alter?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir mit den Jahren unsichtbarer werden.
Da muss ich etwas dagegen unternehmen, dachte ich mir.

Wer macht mit? 😉

einfach wieder anfangen

Wie ist das bei euch mit dem Anfangen?
Ein Projekt ist abgeschlossen und das nächste Vorhaben wartet schon. Geht ihr das eher behutsam, strategisch, vernünftig, Schritt für Schritt oder spontan an?
Auf mich trifft eher Letzteres zu.

Die Angst vor der weißen Leinwand ist mir fremd.
Meine Hürden und Verlockungen liegen bereits vor dem Weg zum Atelier. So sehr ich mich auf das Eintauchen in meine Farbenwelt freue, manche Stolpersteine lassen mich zögern. 

Da gibt es dieses wunderbare Sofa, einen Platz in der Sonne und das spannende Buch……..die süßen Ablenkungsmanöver.
Etwas massiver sind die größeren Brocken der „dringend zu erledigenden Pflichten“, auch ein Nährboden für Zweifel und Sinnfragen. Sind die schon mal da, kommt das ganze Geröll daher.
Die Grübler unter euch wissen sicherlich, wie ermüdend solche Gedankenmühlen sein können. 

Für mich gilt: einfach anfangen und weitermachen, Farbe auf die Leinwand und los gehts – alles andere kommt dann schon….
oder auch nicht.

Ich wünsche euch einen guten Start nach den Feiertagen und Ferien!

works in progress ©theresia heimbach

online-shop

4/19 ©Theresia Heimbach

Bevor ihr in die Osterferien abschwirrt, kommt hier noch eine frohe Nachricht:

Mein SHOP ist ONLINE!
Wenn ich ehrlich bin, das Projekt Shop hat nicht nur an meinen Nerven gezehrt, besonders in der Endphase, in der uns das Ende immer wieder abhanden gekommen ist. Es hat aber auch große Freude gemacht und über das Ergebnis bin ich sehr glücklich.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Fabian Ufer bedanken – ohne ihn würde es den Shop nicht geben. Danke für deine Geduld, dein Einfühlungsvermögen, die klare Kommunikation, deinen fachlichen Rat, dein Können und dass du immer wieder meine Vorstellungen umsetzt und so meinen Ideen Gestalt gibst:-)


Nun genug gequatscht, hier könnt ihr reinschauen und stöbern:

www.shop-theresiaheimbach.de
Über meine Homepage kommt ihr auch bequem in den Shop.

Ich freue mich auf euren Besuch!

bücherfreundinnen

eine Liebeserklärung

Vergangenen Freitag war wieder Bücherfrauenabend in meinem Atelier. 
(Ein sehr guter Anlass, mein Chaos doch noch einzudämmen;-)

Der Abend klingt immer noch in mir nach. Nun sind wir schon im zweiten Jahr.
Wir haben uns gesucht, gefunden, ausprobiert, umgeformt UND sind näher zusammengerückt. 

In mir ist ein starkes Bedürfnis nach Kommunikation und Austausch. Diesem gerecht zu werden, kann hier in meiner Landidylle sehr mühsam sein. Ich meine nicht den Smalltalk, sondern intensivere Gespräche.

Es bleibt einfach oft keine Zeit, keine Energie, um sich zusammenzusetzen, sich auszutauschen, gemeinsam zu philosophieren, mehr über das Gegenüber zu erfahren.

Haben wir es vielleicht auch schon verlernt – uns zuzuhören, offen zu sein, uns für das zu interessieren was uns begegnet? Sind wir zu bequem geworden oder übersättigt?

Wenn ich an meine Bücherfreundinnen denke, dann erfüllt mich große Dankbarkeit. Trotz Berufsalltag, Familienpflichten und Anfahrtswegen finden sie die Zeit für unsere Abende.

Und weil wir alle so unterschiedlich sind, empfinde ich diese Runden als sehr inspirierend und lebendig. 
Wir machen keine intellektuellen Analysen, müssen uns nichts beweisen. Eine große Freude am Lesen verbindet uns und es ist so spannend, wie unterschiedlich die einzelnen Frauen der Lesestoff berührt, welche Fragen auftauchen, Gedanken umherschwirren…….. Jede von uns hat ihre Vorlieben und die Standpunkte können kontrovers sein. Diese Reibung im positiven Sinne macht unsere Abende lebendig und leicht. Auch wenn unsere Meinungen konträr sind, rücken wir näher zusammen. 

Um das zu erfahren braucht es Zeit, Vertrauen, Offenheit, Interesse, Mut, Toleranz und die Bereitschaft zuzuhören.

Ihr seid die allerbesten Bücherfreundinnen, die man sich wünschen kann❤️

nach der reise

Heute ist so ein Tag – so ein verflixter – ein „nichts will gelingen“ Tag – so ein Montag obwohl wir Dienstag haben.
Mit den Gedanken bin ich noch da wo ich schon längst nicht mehr bin.

Noch klingen die Geräusche der Großstadt in mir, das Lachen meiner Töchter, all die Gespräche, Musik……..
Hier macht sich die Stille wieder breit – Sehnsuchtsort – nach Hause kommen – und mich nach der Lebendigkeit der Großstadt sehnen.
So verflixt ist das!

Und dann öffne ich die Tür zum Atelier – ohhhhhh, da müsste aufgeräumt werden.
„Das ist jetzt echt tooooo much“, sage ich mir und träume weiter.




moin

Hier im Norden übe ich mich im „Moin“ und hoffe, dass ich mich nicht wie ein Döspaddel anstelle;-) Ich habe mir sagen lassen „Moin-Moin“ wäre bereits geschwätzig, daher unnötiges Gesabbel.
Mein Lieblingsmensch ist ein Fischkopp und plietsch.
Das Mineralwasser ohne Kohlensäure ist nicht still sondern Ebbe, die Semmeln sind Rundstücke. Hier wird nicht gequatscht sondern geschnackt. Die gemütlichere Version ist der Klönschnack. Tüddelkram ist so etwas wie unnötiges Kleinzeug.
In meiner Tasche gibt es immer mindestens einen Büddel – nicht zu verwechseln mit Schietbüddel.
Und bevor ihr euch jetzt denkt „snack bloots keen dumm Tüch“ und ich mucksch bin, mach ich lieber nen Punkt.