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bitte licht

Papiergeschichte 2/18 ©Theresia Heimbach

„Ich brauche Erleuchtung“, sagt der kleine Bär.
„Mach doch bitte mal das Licht an, vielleicht hilft das.“

dranbleiben

Experimente auf Papier @Theresia Heimbach

Wenn das Jahr noch sehr jung ist……..
schwirren die guten Vorsätze joggend und walkend durch die Landschaft.

Der scheinbare Neubeginn verzaubert auch mich und die Illusion, man könnte von einem Tag auf den anderen erwünschte Veränderungen herbeiführen – hex hex.
Leichtigkeit, Nüchternheit und Humor dürfen nicht fehlen bei all den guten Vorhaben.…….(siehe Handarbeitskoffer). Nehme ich diese zu ernst, erzeuge ich Druck. Und den kann ich nun wirklich nicht brauchen. Schließlich will ich mich ja nicht kasteien;-)
Dranbleiben ohne innerlich Druck aufzubauen ist eine Kunst – für mich zumindest.

In meinem Atelier habe ich mit Aufwärmübungen gestartet, kleine Papierarbeiten als Experimentierfeld.

Ich wünsche Euch allen viele frohe Momente, Gesundheit, Inspiration, Leichtigkeit, Humor, Freundschaft…….:-)

Papiergeschichte1/18 @Theresia Heimbach

5 jahre

Annäherung – 2017 ©Theresia Heimbach

Ich liebe Blogs anderer Künstlerinnen!

Bilder und Texte inspirieren, lassen mich neue Sichtweisen entdecken, beleben meine Gedanken, helfen meiner Kreativität auf die Sprünge…….. und geben mir ein Gefühl von Verbundenheit.
Euch die eine oder andere Künstlerin hier vorzustellen, könnte ein mögliches Projekt im kommenden Jahr sein.

hehocra – der Blog von Doreen Trittel – einer Künstlerin aus Berlin – feierte 10jähriges Jubiläum. Der Beitrag von Doreen zu diesem Anlass hat mich angeregt über die Geschichte meines Blogs nachzudenken.

Wann habe ich damit begonnen hier zu schreiben? Es war der September 2012. Unglaublich!
Ich staune über mich…..
naja, wenn man die Häufigkeit meiner Blogposts genau betrachtet, dann bräuchte ich vielleicht eine andere Zeitrechnung.

Trotzdem.
Ich erinnere mich an die Geschichte mit dem Handarbeitskoffer aus Kindheitstagen. Eine meiner Töchter hatte diesen im Haus ihrer Großmutter gefunden. Das Bild sehe ich noch ganz klar vor mir wie meine große Tochter voll Ehrfurcht diesen kleinen, etwas ramponierten Plastkkoffer – inPepita – öffnet und vorsichtig den Inhalt begutachtet……..
dann ihr Kommentar –
eine Mischung von Entrüstung, Verwunderung, Entsetzen………
aber Mama, da ist ja alles nur angefangen und nichts fertiggemacht.

Abgesehen davon, dass die Stickereien meiner Kindheit kein Vergnügen für mich waren, muss ich gestehen, dass meine Stärke mehr im Initiieren liegt, im Beginnen. Ich kann träumen, mich begeistern, spontan und mutig die ersten Schritte machen, andere ermutigen……….das Durchhalten allerdings ist ein schwieriges Unterfangen für mich.
Frau braucht Geduld dafür und daran arbeite ich – immer noch – immer wieder.
So ist das auch mit meinem Blog. Zumindest ist er authentisch, das kann man sagen. Wenn man ein Muster mit meinen Posts machen würde, dann könnten das Wellenbewegungen sein – mal stürmisch, mal ruhig………..aber – immerhin – bis……..heute – da.
Vielleicht wäre das Bild einer Nachricht in Morsezeichen stimmiger.
Auch mein Lebensweg verläuft rauf und runter, querfeldein und wieder vornerüber über die größten Hindernisse, die Sackgasse rein und wieder raus, nochmal herum und eher den steinigen Weg, den schwierigen – den mühsamen und immer wieder Sprünge und unerwartete Wendungen.

Das ist natürlich absolut kontraproduktiv – was die Besucherzahlen betrifft.

Die ersten Posts waren wie ein Tasten im leeren Raum.
Ich schreibe gerne, bin absolut keine Rednerin – viel mehr die gute Zuhörerin.
Meine Stimme ist mir in der Leere des alten Schulhauses meiner Kindheit – das auch mein Elternhaus war – abhanden gekommen.
Und so sehe ich diesen Blog nicht nur als verbindendes Element – eine Brücke zu meiner Kunst – sondern auch als ein Suchprojekt.

Meine Texte könnten das Geländer sein. Schilder die zur Brücke führen, Fundstücke auf dem Weg, ein Lockruf, Vermittlung, Transportmittel, Zubringer, Shuttleservice, Zauberformel, Kostprobe oder Magentratzerl…..vielleicht fällt ja Euch noch etwas ein.

Ich danke all den wunderbaren Frauen – Künstlerinnen – Bloggerinnen……Leserinnen und Lesern – für Inspiration, Denkanstöße, Offenheit, Ermutigung, Austausch, Kommentare………und dass Ihr immer wieder hier vorbeischaut:-)

creative block

In meiner Hexenküche im Atelier tut sich was……… Es werden Pigmente zu Farben verarbeitet und ich male an großformatigen Leinwänden – inspiriert durch meine kleine Abenteuerreise in den vergangenen Wochen. Ausgangspunkt war eine Schaffenskrise. Die Bücher von Wendy Ann Greenhalgh – diese wurden hier bereits vorgestellt – sind mir gute Freunde geworden.

Immer wieder suche ich nach Anregungen in Büchern………wie gehen andere Künstlerinnen und Künstler mit kreativen Blockaden um, was treibt sie an, wie arbeiten sie, wie ist ihre Herangehensweise……..Liebend gerne würde ich mich zu diesen Themen in einem Gespräch austauschen, muss aber – hier in der einsamen Provinz oftmals andere Wege suchen.

Das Internet ist eine Möglichkeit um mit KollegInnen in Kontakt zu kommen, sei es in den sozialen Netzwerken oder über Blogs. Und JA, es hat sich über diesen Weg über die Jahre eine Freundschaft entwickelt.
Doch ganz allgemein gibt es einen Haken: über kreative Blockaden und über Krisen im Schaffensprozess wird nicht gerne gesprochen. Gezeigt wird die schöne schillernde Welt, wunderschöne Ateliers, grenzenlose Produktivität, äußerst gut besuchte Ausstellungen………..und der Zuschauer ist beeindruckt von den idyllischen Bildern. Das ist Teil der Marketingstrategie. Ich gebe ja zu, das ist Futter für alle Harmoniemenschen, zu denen ich mich auch zähle. Ich  mag ästhetische Bilder, die heile Welt.
Vielleicht kommt die Frage auf warum man das nicht so hinbekommt und schon fängt der Zweifel an zu nagen……Die digitale Welt lässt uns Traumbilder erschaffen und wir spielen mit, lassen uns gerne täuschen.
Diese nicht greifbare Welt der unendlichen Möglichkeiten und Informationen hat – ohne Wertung – nicht nur – unser Denken, unsere Bedürfnisse und unsere Kommunikation verändert – UND – heizt vor allem den Unzufriedenheitsmotor an.

Auch ich habe lange überlegt ob ich hier über meine Schaffenskrisen schreiben soll und mich an einen meiner Texte erinnert „……..einen Blick hinter die glatten Fassaden zu werfen. Ich suche nach einer Ursprünglichkeit, forsche nach dem, was beharrlich verdeckt, verbogen, verzerrt, vertuscht, geglättet wird und schließlich auch nach dem „Warum“………..“
Ein Grund mehr auch die unliebsamen Dinge anzusprechen, zu zeigen was ist.
Das Thema der kreativen Krise betrifft uns alle und so kann es nur hilfreich sein darüber offen zu sprechen.

In dem Buch „Creative Block“ erzählen 50 Künstler über ihre Arbeit, ihre Blockaden und wie sie damit umgehen. Hier findet Ihr viele Anregungen.

Es tut gut in Büchern zu schmökern, sich von der Natur inspirieren zu lassen, eine Ausstellung zu besuchen, mit Widerständen ins Gespräch zu kommen, sich in Achtsamkeit zu üben, sich darüber auszutauschen……doch letztendlich hilft der nächste konkrete Schritt …….ins Atelier, an die Leinwand, an den Schreibtisch………wo immer auch Eure Kreativität gefragt ist.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude am kreativen Ausdruck!
Und vielleicht möchtet Ihr Eure Erfahrungen teilen. Ich würde mich freuen:-)

Creative Block, Danielle Krysa

work in progress

work in progress
©Theresia Heimbach

Meine 3challenge ist abgeschlossen und ich bin sehr froh um dieses kleine Experiment.
Die tägliche Praxis hat meine kreative Blockade aufgeweicht. Der Trick dabei war die kurze Zeitspanne.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Zeicheneinheit am Morgen. Das Farbenreich ist mir vertraut, doch als Zeichnerin habe ich mich bisher nicht gesehen. Diese Ausdrucksform ist mit zu vielen schmerzhaften Erlebnissen verknüpft. Mein innerer Kritiker ist besonders skeptisch wenn ich den Zeichenstift in die Hand nehme.
Nun lag ja bei dieser Challenge der Fokus auf Achtsamkeit, wahrnehmen mit allen Sinnen. Ihr kennt das sicherlich von Kindern, die sich staunend und interessiert in den Anblick einer Schnecke, Blume, Wurm…… vertiefen können – die Zeit steht dabei still. In meinen Kinderkursen habe ich versucht an diese Fähigkeit der intensiven Wahrnehmung wieder anzuknüpfen. Für uns Erwachsene ist das schon schwieriger – innehalten und wahrnehmen, gegenwärtig sein.

Ein wunderbares Mittel um in diesen Zustand zu gelangen ist das Zeichnen in Verbindung mit Achtsamkeit. Die Absicht ist eine völlig andere als beim – ich nenne es jetzt „schulischen Zeichnen“. Wir lernen das Sehen, eine Verbindung aufzubauen zwischen uns und unserer Umgebung, der Landschaft, dem Gegenstand……..und es ist völlig unwichtig ob wir den Baum, das Tier, die Blume realitätsgetreu abbilden. Wir können ohne auf den Zeichenuntergrund zu sehen zeichnen, mit der linken oder rechten Hand, einfach nur Spuren ziehen……… Der Prozess ist entscheidend. Vielleicht wollt Ihr es auch versuchen, ich kann Euch nur ermutigen.
Mein morgendliches Ritual hat mich in einen zeitlosen Raum katapultiert. Die Freude daran ist intensiv.
Und der innere Kritiker? Er darf dabei sein.

#tag19

#tag15

Heute war kein guter Tag………und dann hatte ich doch tatsächlich auf meine kleine Übung zur Mittagszeit vergessen. Natürlich habe ich sie nachgeholt, allerdings nicht störungsfrei. Diese beiden Damen haben sich ins Bild gedrängt!

#day15 ©Theresia Heimbach

widerstand

©Theresia Heimbach

Über „Widerstand“ und „Dranbleiben“ schreibt Paro Balom in ihrem letzten Blogbeitrag. Sie ist eine Fachfrau was den kreativen Prozess betrifft. Ihre Zeilen haben mich inspiriert.

W I D E R S T Ä N D E……….wie könnte ich euch widerstehen!

In unserer Firma nebenan wird mit Widerständen gehandelt – das ist kein Scherz –  es sind elektronische Bauteile.

Da siehst du wie wichtig ich bin, sagt mein treuer Begleiter, mein ganz persönlicher Widerstand im kreativen Prozess.

Was würde ich nur tun ohne ihn!?

Er ist schlau, weiß genau wie er mich vom Atelier fernhalten kann, zeigt mir die unendliche Vielfalt verlockender Möglichkeiten außerhalb meines Farbenreiches.

Ich kann meine Hündin Bibi mit Spaziergängen glücklich machen und darüber sinnieren was ich – bei Gelegenheit – auf die Leinwand bringen könnte.

Zunächst ist Büroarbeit angesagt, davor muss allerdings noch ein schwerwiegendes Computerproblem geknackt werden. Das kann dauern!!!

Ist es vielleicht schon zu spät? Wir haben Hunger!

Wo ist meine Malhose?

Die Sonne scheint…….nix wie raus!

Vielleicht ist es im Atelier aber auch viel zu kalt, zu unaufgeräumt, das geeignete Material für die jeweilige Stimmung fehlt. Ich muss zu Boesner fahren!!!

Mein treuer W-Freund ist raffiniert und macht mir an trüben Tagen das Sofa richtig schmackhaft. So gemütlich liegend kann man zur Abwechslung wieder einmal alles hinterfragen. Mein Begleiter versteht sich wunderbar mit dem Zweifel. Und schon gesellt sich die große Sinnfrage dazu………..Ich finde allerdings, dass er in solchen Momenten einfach zu weit geht. Das ist vertraut aber nicht mehr kuschelig. Da muss ich dann schon mal ein Machtwort sprechen.

Kann aber sein, dass er dann bockig wird und an mein Gewissen appelliert, mein widerspenstiger Widerstandsfreund.

Mein treuer Begleiter spielt mir wunderbare Bücher über den kreativen Prozess in die Hände, sehr motivierend.
Warum macht er das?

Ich fange an ihn zu durchschauen. So ein Schlawiner!

Wie könnte ich dir auch böse sein;-)

Kennt Ihr das?

bücherfrauen


Vergangenen Freitag haben wir – die Bücherfrauen – uns zum zweiten Mal in meinem Atelier getroffen. Es war ein wunderschöner Abend mit anregenden Gesprächen. Dass ich mein kleines Farbenreich auch auf diese Weise beleben und mit anderen Menschen teilen kann, empfinde ich als großes Glück

Wir hatten uns für das Buch von Eve Harris „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ entschieden. Ein Exemplar lag bereits bei meinem – sehr großen – Stapel ungelesener Bücher.
Die Geschichte hat mich eintauchen lassen in eine mir völlig fremde Welt. Eve Harris erzählt vom Leben in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London. Chani und Rebecca sind die beiden Hauptfiguren, zwei Frauenschicksale in einer streng reglementierten Gemeinschaft. Die Autorin erzählt ohne zu werten.
Die Geschichte hat uns Lesefreundinnen sehr berührt – auf unterschiedliche Weise – und genau darin sehe ich die Chance andere Erfahrungswelten kennenzulernen. Fragen, Gefühle, Gedanken tauchen auf, Nahrung für unser Gespräch, das vielleicht bisher unbekannte Räume erschließt.

Das Buch als verbindendes Element.

So kam mir während der Vorbereitungen für diesen Abend eine gute Bekannte in den Sinn, die vor vielen Jahren zum jüdischen Glauben konvertierte. Neugierig wie ich bin, suchte ich nach einem Gespräch mit ihr. Wie war das damals……warum……..wie hast du es erlebt……..Meine Bekannte hatte viel zu erzählen.
Ist es nicht unglaublich, dass wir uns Tag für Tag über den Weg laufen, nebeneinander leben ohne uns wirklich für den anderen zu interessieren!?
Dieses Erlebnis hat mich nachdenklich gemacht…….

Euch Bücherfrauen bin ich sehr dankbar, für Euer Interesse, die Neugier und Offenheit, Eure Gedanken, Erfahrungen und das Miteinander:-)

(unser neues Buch: „Ein untadeliger Mann“ von Jane Gardam)

sommerschlaf und literatur im atelier

Sommerschlaf im Atelier

Während sich Pinsel, Farben und Bilder noch im Sommerschlaf befinden………hatten wir gestern unser erstes Literaturkreistreffen in meinem Atelier.

Es war ein wunderschöner Abend und der Beginn einer kleinen Abenteuerreise…….