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sprudelnde ideen

 

 

Bei der Umsetzung meiner sprudelnden Ideen kommt mir die praktische Realität immer wieder in die Quere. Die größte Hürde ist leider meine begrenzte Geduld. Am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen, so ganz in meiner Farben-Fantasie-Papier-Tier-Leinwandwelt abtauchen.
In den Nächten wandern meine Gedanken irgendwo zwischen den Papieren herum, finden neue Ideen und Wege……wie so manches handwerkliche Problem zu lösen ist.
Ganz versunken in meinen Experimenten vergesse ich nicht nur die Zeit…….bis Bibi mir hartnäckig ihren Ball zuspielt und mir die Füße abschleckt.
Das sind die Phasen mit den viel zu kurzen Tagen und dem wachsenden Durcheinander – in mir und rundherum.

Hier ein kleiner Einblick in meine Experimente.
Ich habe mich in Eco-Printing versucht. Diese Technik kommt meiner Liebe zur  Natur entgegen.  Die Papiere werde ich für Collagen und kleine Buchprojekte verwenden.

Für meine Druckversuche in meinen Lieblingsfarben verwendete ich eine selbst hergestellte Platte aus Agar Agar.

Dazwischen war ich an der Leinwand.

Mein kleines Buchprojekt, ein Leporello.

Euch allen ein schönes Wochenende und sprudelnde Ideen!

tütenbilder


Meine Tütenbilder!

Ein wunderbarer Adventkalender und viel zu wenig Zeit im Atelier – bedingt durch den Alltag mit einem Welpen – haben mich inspiriert. Nun machen sie – nicht nur – mich sehr froh die kleinen Experimente:-)

ein neues projekt und neue termine

Wolle6

Von meiner Bücherleidenschaft habe ich Euch bereits erzählt. Nun gestehe ich, dass ich auch Wolle nicht einfach links liegen lassen kann. Bei meinen Besuchen in Wien zieht es mich regelmäßig in ein kleines Wollgeschäft. Auf wenigen Quadratmetern stapeln sich dort unglaublich viele Kartons mit Wolle. Inmitten dieses kreativen Chaos, dieser Fülle von Farben und Materialien, fühle ich mich sehr wohl.
Verhängnisvoll ist, dass das eine oder andere Wollknäuel unbedingt zu mir will und ich nicht widerstehen kann. Nun warten meine kleinen Schätze in ihren Schubladen schon ungeduldig auf Beachtung und wollen Teil eines Projektes sein.
Ich suche häkel- und strickfreudige Jugendliche und Erwachsene für ein gemeinsames Kunstprojekt. Vielleicht entdeckt Ihr in vergessenen Schubladen Wollreste, die sich langweilen…..Seid Ihr interessiert, dann ruft mich unbedingt an oder schreibt mir. Ich freue mich!

Hier sind noch meine aktuellen Kurstermine:
Eine „Offene Malwerkstatt“ für Kinder und Jugendliche findet am 26. Oktober 2013 zum ersten Mal statt. Die Termine sind einzeln buchbar und somit auch eine Möglichkeit zum Schnuppern und Kennenlernen. Nähere Informationen findet Ihr bei meinem Kursprogramm.
Am 25. Oktober 2013 gibt es auch für Erwachsene die Möglichkeit für zwei Stunden in mein Atelier einzutauchen. Es gibt noch freie Plätze.

neues format für meine papiergeschichten

15x15ReiheNicht nur in Gedanken beschäftige ich mich bereits mit meiner nächsten Ausstellung. Die Galerie Ruzicka ist charmant, klein und liegt in München-Schwabing. Dort bin ich am ersten Juliwochenende und werde neben einigen Bildern auf Leinwand viele meiner Papiergeschichten zeigen.
Und da ich immer mehr als genug Bilder zur Auswahl brauche – ich erzählte Euch bereits von meiner Vorratshaltung – habe ich meine Schätze aus Papier in meinem Atelier wieder ausgebreitet. Überall stehen Gläser oder Flaschen mit Farbe, Kreiden und Stifte liegen verstreut auf dem Tisch.
Auch bei Malgründen liebe ich die Abwechslung und variiere gerne und so habe ich mich an ein kleineres Format herangewagt. Ich arbeite parallel auf mehreren Blättern. Das gefällt mir. Ich fühle mich leicht wie ein Vogel, der von Ast zu Ast hüpft und dazwischen seine Flugrunden dreht. Auf der Erde gelandet, picke oder wühle ich in meinen Fundstücken aus Papier. Auf diese Weise finden sich – oder vielleicht auch mich – die Geschichten. Ich versinke darin……. Wenn man so will kann man diese Herangehensweise auch als eine Art Brainstorming mit Pinsel und Farbe sehen. Spontan und in schneller Abfolge füllen Linien, Farben und Papierfundstücke die weißen Blätter. Die darauf folgenden Arbeitsschritte führen mich mehr und mehr in die Tiefe, zum Kern der Geschichte.  Der Prozess des Entstehens erfordert die Bereitschaft, Vorstellungen, Ideen und konkrete Schritte wieder zu verwerfen, umzuwandeln oder zu ergänzen. Im Grunde handelt es sich hier um Begegnung: Offenheit, Neugierde und Vertrauen sind die Türen zu den Schatzkammern.

 

die leinwand, der winkel und ich

ausbrechen1Eine große Herausforderung in meinem Alltag als Künstlerin kann das Herstellen von Leinwänden sein. Letzte Woche habe ich meine Keilrahmenleisten hervorgeholt und auf meinem Atelierfußboden ausgebreitet. Viel zu lange sind sie schon unbeachtet herumgelegen, warteten auf meine Zuwendung und bildeten ein Hindernis – eine Stolperfalle. An einem dieser winterlichen Frühlingstage habe ich mich endlich ihrer angenommen.
Die Leisten werden zusammengesteckt und -gehämmert. Danach folgt der für mich mit Abstand schwierigste Arbeitsschritt: ich muss vier rechte Winkel herstellen. Vielleicht schmunzelt Ihr jetzt, doch diese simple und scheinbar so einfache Aufgabe kann ausufern und viel Zeit und vor allem Geduld in Anspruch nehmen. Während ich mit dem Winkeleisen eifrig hantiere, klopft es an der Tür. Ein befreundeter Schreiner schaut spontan vorbei und gibt mir Tips wie ich das Teil garantiert in den rechten Winkel bekäme. Natürlich, die Diagonalen muss ich messen. Angeblich ist das absolut „easy“, mit diesen Winkeln. Ich messe und messe und korrigiere und messe……. Nun drücke und ziehe ich gemäß der Anweisungen vom Profi an den Diagonalen. Betonen muss ich, dass es sich hier um einen Millimeterbereich handelt, was meinen Geduldsfaden aufs Äußerste strapaziert. Nach geraumer Zeit liegen zwei gelungene Keilrahmen zum Bespannen bereit. Es wird Zeit für eine Stärkung.
Nach meiner Mittagspause bestaune ich stolz mein Werk………und stelle fest, dass die Vierecke – perfekt im rechten Winkel – ganz schön groß sind. Was ist geschehen? Sind sie gewachsen? Fordern sie als Reaktion für die monatelange Nichtbeachtung Aufmerksamkeit ein? Ist da Eifersucht auf das Papier im Spiel? Auch Dinge führen ihr Eigenleben. Nein, ich spinne nicht, das ist tatsächlich so – bei mir zumindest. In diesem Fall habe ich – nüchtern gesehen – die „falschen“ Leisten zusammengefügt. Natürlich hätte ich diese in ihrer neuen und ungewollten Formation belassen können, doch dann wäre der Transport zum Problem geworden.
Zähneknirschend habe ich mein Werk wieder auseinandergenommen und von vorne angefangen.

So ist das mit der Kunst………Auf dem Weg zum fertigen Bild müssen einige Schwierigkeiten überwunden werden.