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sprudelnde ideen

 

 

Bei der Umsetzung meiner sprudelnden Ideen kommt mir die praktische Realität immer wieder in die Quere. Die größte Hürde ist leider meine begrenzte Geduld. Am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen, so ganz in meiner Farben-Fantasie-Papier-Tier-Leinwandwelt abtauchen.
In den Nächten wandern meine Gedanken irgendwo zwischen den Papieren herum, finden neue Ideen und Wege……wie so manches handwerkliche Problem zu lösen ist.
Ganz versunken in meinen Experimenten vergesse ich nicht nur die Zeit…….bis Bibi mir hartnäckig ihren Ball zuspielt und mir die Füße abschleckt.
Das sind die Phasen mit den viel zu kurzen Tagen und dem wachsenden Durcheinander – in mir und rundherum.

Hier ein kleiner Einblick in meine Experimente.
Ich habe mich in Eco-Printing versucht. Diese Technik kommt meiner Liebe zur  Natur entgegen.  Die Papiere werde ich für Collagen und kleine Buchprojekte verwenden.

Für meine Druckversuche in meinen Lieblingsfarben verwendete ich eine selbst hergestellte Platte aus Agar Agar.

Dazwischen war ich an der Leinwand.

Mein kleines Buchprojekt, ein Leporello.

Euch allen ein schönes Wochenende und sprudelnde Ideen!

kleine welt von A-Z

Welt von A-Z @Theresia Heimbach

Der Abschied von einem Zahn ist
ein Abschied
nicht nur von einem Zahn.

In meinem Skizzenbuch wollte ich meinem treuen Gefährten im Ruhestand ein Denkmal setzen. Immerhin verbinden uns viele Jahre guter Zusammenarbeit.
Ja, ich spreche noch immer von meinem Zahn.

Auf der Suche nach Collage-Material wühlte ich in meinen Schatzkisten und stolperte über die Uraltausgabe der „Welt von A-Z“. Dieses Buch habe ich vor langer Zeit in meinem Elternhaus gefunden. Es ist eine Ausgabe von 1952.
In diesem Lexikon gab es eine Zettelwirtschaft……….alte Entschuldigungen, ein Bestellzettel für Schulmilch, Notizen zum Unterrichtsthema Papier, eine Strafaufgabe mit dem Satz „Ich soll nicht so vergesslich sein“. Wie könnte ich auch……

Das Öffnen der kleinen Welt von A-Z ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit – in die Atmosphäre des Schulhauses, das auch mein Elternhaus war, eine Reise in die 50er und 60er Jahre.

Die Fragmente der kleinen Strafarbeit haben mich an meine unvollendeten Collagen erinnert, ein Versuch der Auseinandersetzung. Sie liegen schon seit Jahren in der Schublade.

work in progress

work in progress
©Theresia Heimbach

Meine 3challenge ist abgeschlossen und ich bin sehr froh um dieses kleine Experiment.
Die tägliche Praxis hat meine kreative Blockade aufgeweicht. Der Trick dabei war die kurze Zeitspanne.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Zeicheneinheit am Morgen. Das Farbenreich ist mir vertraut, doch als Zeichnerin habe ich mich bisher nicht gesehen. Diese Ausdrucksform ist mit zu vielen schmerzhaften Erlebnissen verknüpft. Mein innerer Kritiker ist besonders skeptisch wenn ich den Zeichenstift in die Hand nehme.
Nun lag ja bei dieser Challenge der Fokus auf Achtsamkeit, wahrnehmen mit allen Sinnen. Ihr kennt das sicherlich von Kindern, die sich staunend und interessiert in den Anblick einer Schnecke, Blume, Wurm…… vertiefen können – die Zeit steht dabei still. In meinen Kinderkursen habe ich versucht an diese Fähigkeit der intensiven Wahrnehmung wieder anzuknüpfen. Für uns Erwachsene ist das schon schwieriger – innehalten und wahrnehmen, gegenwärtig sein.

Ein wunderbares Mittel um in diesen Zustand zu gelangen ist das Zeichnen in Verbindung mit Achtsamkeit. Die Absicht ist eine völlig andere als beim – ich nenne es jetzt „schulischen Zeichnen“. Wir lernen das Sehen, eine Verbindung aufzubauen zwischen uns und unserer Umgebung, der Landschaft, dem Gegenstand……..und es ist völlig unwichtig ob wir den Baum, das Tier, die Blume realitätsgetreu abbilden. Wir können ohne auf den Zeichenuntergrund zu sehen zeichnen, mit der linken oder rechten Hand, einfach nur Spuren ziehen……… Der Prozess ist entscheidend. Vielleicht wollt Ihr es auch versuchen, ich kann Euch nur ermutigen.
Mein morgendliches Ritual hat mich in einen zeitlosen Raum katapultiert. Die Freude daran ist intensiv.
Und der innere Kritiker? Er darf dabei sein.

#tag19

#tag15

Heute war kein guter Tag………und dann hatte ich doch tatsächlich auf meine kleine Übung zur Mittagszeit vergessen. Natürlich habe ich sie nachgeholt, allerdings nicht störungsfrei. Diese beiden Damen haben sich ins Bild gedrängt!

#day15 ©Theresia Heimbach

vier tage

Einen wunderschönen Wochenbeginn!

#tag8

#day8 ©Theresia Heimbach

#tag6 und #tag7

#day6 ©Theresia Heimbach

#day7 ©Theresia Heimbach

Die größte Herausforderung während meiner 3Challenge liegt nun vor mir…….die kleine Zeichensequenz in den Morgenstunden. In dieser Zeitspanne muss ich langsam warmlaufen, man könnte mich nicht als Morgenmensch bezeichnen. Ich bin gespannt!

#tag5


Nun lüfte ich das kleine Geheimnis meiner Tag-Fotos:-)
Vor einigen Wochen habe ich die Bücher von Wendy Ann Greenhalgh entdeckt:
„Mindfulness & the Art of Drawing“ und „Stop Look Breathe Create“.
Die Autorin ist eine vielseitige Künstlerin, lebt und arbeitet in England.

Achtsamkeit und kreativer Ausdruck – ein unzertrennliches Paar. Wendy Ann Greenhalgh widmet sich diesen Themen in ihrer Kunst und in ihren Texten. art of mindfulness ist der Titel ihrer Homepage, dort findet Ihr viele Anregungen und einen kostenlosen Online-Kurs, die 3challenge.

Ich bin immer dankbar für neue Herausforderungen – ganz besonders wenn mein W-Freund wieder mal sooooo dominant ist und wir beide irgendwo im Sumpf feststecken.

In der ersten Woche wird eine kurze Achtsamkeitsübung mit Fotografie verbunden……..in der Mitte des Tages kurz innehalten, bewusst wahrnehmen und gestalten. Kein Problem für mich, dachte ich anfangs, doch an einem sehr geschäftigen Tag muss ich meinem W-Freund gegenüber Haltung bewahren.
Während einer meiner Übungen hat mir meine Hündin Bibi mit einer Vehemenz ihren Ball in die Hände gedrückt, dass ich mich gefragt habe, ob sie sich vielleicht mit W. verbündet hat…..?Das Tag3-Foto dokumentiert die Situation;-)
In der zweiten Woche kommt eine zeichnerische Aufgabe zu Beginn des Tages dazu und im letzten Drittel gibt es für den Abend eine kleine Schreibübung.

Die Bücher sind inspirierend und ermutigend, auch eine Bestätigung für meinen schöpferischen Weg und das was ich als Vermittlerin weitergeben möchte.

„However, it’s important to remember that Stop Look Breathe Create is all about mindfully connecting to the world and enjoying the process of creating……..“ Wendy Ann Greenhalgh in Stop Look Breathe Create

 

#day5 ©Theresia Heimbach