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jetztblick-augenblick

theresiaheimbach-20x20-o.T.2014Es ist die Zeit der Jahresrückblicke und guten Vorsätze, der Prognosen und Inventuren. Noch einen Blogbeitrag im „alten Jahr“ wollte ich schreiben. Heute drehe ich die bereits formulierten Sätze wieder um, wälze sie hin und her während meine Gedanken sich völlig verlaufen haben und ins Philosophische abgedriftet sind.
Vor einem Jahr hatte ich mir vorgenommen, 2014 etwas ruhiger zu gestalten. Es entpuppte sich allerdings als eines der unruhigsten Jahre, die ich bisher erlebt hatte. So ist das mit den guten Vorsätzen…..
Es blieb kaum Zeit und Energie für meine Arbeit im Atelier. Das kann frustrierend sein. Anders betrachtet: es fegte ein Sturm durch mein Leben, der alles kräftig durchschüttelte und die Sicht auf unbekannte Wege forderte. Selbst die Worte für mögliche Blogbeiträge sind mir zwischendurch abhanden gekommen. Heute suche ich danach und stoße dabei auf meine ursprüngliche Motivation diesen Blog zu schreiben.
Ich experimentiere nicht nur gerne mit Farben, Formen und Materialien, auch mit Worten und Gedanken. Ein Blog bietet die Möglichkeit, mit Euch Leserinnen und Lesern in Kontakt zu treten, mit Freundinnen und Freunden meiner Kunst und meiner Malwerkstatt in Verbindung zu bleiben. Inzwischen musste ich feststellen, dass das alles nicht so einfach ist, besonders für einen eher schüchternen Menschen wie mich, der in unregelmäßigen Abständen alles auf den Kopf und infrage stellt.
Das Schreiben von Texten im Internet fühlt sich oft seltsam an. Es ist wie das Sprechen in einem leeren Raum. Ja, das ist sehr befremdend. Werden meine Beiträge gelesen? Macht das überhaupt Sinn? Es ist der Austausch mit dem Du, die Kommunikation, das in Beziehung setzen – was uns alle erst wirklich rund macht. Ich habe mich mit einigen meiner Leser und Leserinnen darüber unterhalten, auch über den Gedanken, meinen Blog wieder „still zu legen“. Das Internet überflutet uns täglich mit unendlich vielen Informationen, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben. Und ich weiß, dass es Zeit und Energie braucht von LeserInnenseite auch noch Kommentare zu schreiben. Andererseits denke ich an die Freude, wenn mich Beiträge der von mir abonnierten Blogs erreichen. Auf einen „grünen Nenner“ – oder welche Farbe auch immer – bin ich noch nicht gekommen. Mein Blog ist in Bewegung, bäumt sich auf, wälzt sich herum……… Eine neue Form wird sich finden.

Ich danke allen LeserInnen, den LiebhaberInnen meiner Bilder, den FreundInnen meiner Malwerkstatt und allen Malkindern! Es ist ein großes Geschenk, dass wir etwas Gemeinsames teilen.
Euch allen wünsche ich aus ganzem Herzen das Beste für die kommenden Monate!
theresiaheimbach.collage2014

hier bin ich wieder!

hierbinichwiederHier bin ich wieder! Ein neuer Beitrag – nach langer Schreibpause – ein Lebenszeichen.

Mein Kunstprojekt „Baustelle“ ist abgeschlossen.
Nach einer Phase der Turbulenzen kehrt wieder Ruhe ein.

Ich finde mich wieder zwischen den Farbtöpfen in meinem Atelier. Langsam taste ich mich heran – an mein geliebtes Türkis, all die Grüntöne, das zarte Rosa, das warme Grau und all die anderen Farben.
Und da sind sie auch schon, die ersten Bilder tauchen auf und verwandeln sich…..

Noch mehr kann ich Euch im Augenblick nicht verraten:)

baustellenträume

o.T.86-15x15-PigmenteAcrylKreidenCollageelemteaufPapier-2014-TheresiaHeimbachMein anfängliches Geplänkel mit meinem Freund Meterstab hat sich zu einer längerfristigen Beziehung entwickelt. Man weiß ja nie genau wohin Begegnungen führen. In meinem Fall ist ein Baustellenjob daraus geworden. Manche meinen scherzend, dass ich diese Tätigkeit zu meinem Hauptberuf machen könnte. Angesichts der oftmals nervenaufreibenden Momente, finde ich diesen Vorschlag gar nicht lustig;-). Selbst in meinen Träumen irre ich mit meinem Meterstab umher und quäle mich mit Entscheidungen. Die Baustellenerfahrenen unter Euch können mich sicherlich verstehen……….
Die Arbeit in meinem Atelier muss häufig unterbrochen und verschoben werden. Und wenn ich dann endlich vor meiner Leinwand stehe oder in meinen Papierfundstücken wühle, dann muss ich auch meine Gedanken frei kehren vom Staub der Baustelle.
Hier ist nun eine neue Papiergeschichte!
(„Kleine“ Papiergeschichten wie diese könnt Ihr für 140.-€ bei mir erwerben.)

genießen

8.3.1

In meinem Bilderzyklus „hinter den Fassaden“ habe ich mich bereits mit dem „forever young – Wahnsinn“ auseinandergesetzt. Vielleicht habt Ihr meine „anti-aging-hölle“ schon gesehen oder meinen Beitrag dazu gelesen. Dieses Thema beschäftigt mich immer wieder, es drängt sich geradezu auf. Sitzt man im Wartezimmer eines Arztes, lächeln die geglätteten Nachher-Gesichter von den Werbeplakaten, egal ob Facharzt oder praktischer Arzt, die Angst vor der Vergänglichkeit scheint ein profitables Geschäft zu sein. In der SZ war in der vergangenen Woche ein sehr interessanter Artikel zum Thema Botox und Co..

Die Philosophin Ariadne von Schirach hat ein sehr interessantes Buch geschrieben: „Du sollst nicht funktionieren“ mit dem Untertitel: „Für eine neue Lebenskunst“. Ich kann es Euch sehr empfehlen. Hier findet Ihr „eine leidenschaftliche Beschwörung des echten Lebens“.
(ISBN 978-3-608-50313-5)

Ich spinne meine Gedanken weiter im Hinblick auf meine Arbeit……. Für den Schöpfungsprozess brauchen wir Hingabe und Leidenschaftlichkeit. Tja, das ist mit der Kontrolliererei nicht vereinbar. Jedes Bild ist eine Reise ins Ungewisse. Kreativität und Sinnlichkeit sind eng miteinander verknüpft. Betrachten wir unseren Körper als Feind, den es zu kontrollieren und zu bezwingen gilt, dann verkümmert auch das Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Hören……. und die Genussfähigkeit.

Meine Meinung: lieber ein schönes Stück Kuchen oder Torte, besser beides, leckeres Essen und guter Wein, Spaziergänge – auch ohne Trainingshintergedanken, Zeit zum Nichtstun, immer wieder über die Stränge schlagen (ja genau!)………………………………und echte Falten:-)

nach der verschnaufpause

Amsterdam2

Nach einem kleinen Ausflug widme ich mich wieder den Vorbereitungen für meine neuen Kurse. Am 14., 15. und 17. März 2014 geht es wieder los mit der Farbenküche und den Experimenten. In der Malwerkstatt für Vorschulkinder – diese ist neu – und im 16.30 Kurs am Freitag gibt es noch freie Plätze.

Da der Samstagskurs für Erwachsene am 22.2. wieder einmal besonders schön war, gibt es in den kommenden Monaten zusätzliche Termine. Und als Alternative startet ab März – auch ganz neu – ein kunterbunter Vormittagskurs. Wenn Ihr zwischendrin eine „Kurz-Malzeit“ braucht, dann habe ich auch dafür ein Angebot (für Malfreudige, die bereits einen langen Samstagskurs bei mir besucht haben).
Alle Kurse finden ab vier TeilnehmerInnen statt und ich bitte Euch um eine schriftliche Anmeldung.

zwischendrin aussteigen

Sommerplätzchen6

„Auch in der Kunst gibt es ein Ein- und ein Ausatmen……“, hatte mir vor kurzem eine befreundete Künstlerin geschrieben. Dieses Bild finde ich sehr schön.
Es ist unmöglich permanent den Schaffensprozess aufrechtzuerhalten. Den kreativen Höhenflügen folgen Phasen des Rückzugs – gerne in Begleitung eines schlechten Gewissens. Das ist gar nicht so leicht auszuhalten. Da ist diese Ruhelosigkeit, ein Automatismus, der mich drängt weiterzugehen ………, eine Dynamik, der wir uns kaum entziehen können.
Drehen wir uns alle in einem Hamsterrad? Der Optimierungsgedanke hat uns fest im Griff, treibt uns an und an und immer weiter….. Wohin? Das ist – wie ich finde – eine sehr gute Frage. Nachdenken braucht jedoch  auch seine Zeit und schon funktioniert das mit dem Rädchendrehen nicht mehr. Anhalten bedeutet zurückbleiben und gegen den Strom zu schwimmen.

Und ich werde sie finden – meine Antworten.

mein freund meterstab

BaustelleDamit es hier nicht so langweilig ist – ein kurzer Blick auf das Baustellenleben in Hartshausen. Nein, in meinem Atelier wird nicht gebaut – nebenan.
Kurzfristig habe ich die Pinsel gegen einen Meterstab eingetauscht. Man sieht mich in diesen Tagen kaum ohne ihn. Wir haben uns miteinander angefreundet. Leider lässt er mir kaum Spielraum und besteht auf jeden Zentimeter und dass Millimeter – Millimeter ist.
Die Kollegen und Freunde von meinem
Zentimeterprinzipienreiter tummeln sich – manche schon etwas ramponiert und in verkürzter Form – auf der Baustelle herum, lieben Versteckspiele, sind dort wo man sie am wenigsten vermutet und machen es sich in fremden Hosentaschen gemütlich, wandern sogar zur Tür hinaus.
Darin – und nicht nur darin – unterscheidet sich mein neuer Freund von seinen Artgenossen, er bleibt mir treu.
Er ist einmalig!!!

 

rückblick

resumeHeute blicke ich zurück auf ein für mich ereignisreiches Jahr…….
Meine Papiergeschichten haben sich 2013 entwickelt und mein Atelier mit Lebendigkeit erfüllt. In den letzten Monaten legte ich eine kleine Pause damit ein und widmete mich wieder den Leinwänden. In dieser Zeit sind meine Papierschätze gewachsen. Besonders gefreut habe ich mich über Papier aus fernen Ländern, das mir Freundinnen zukommen haben lassen. Diese Geste empfinde ich als liebevolle Ermutigung, weiterzumachen mit dem Erzählen auf und mit Papier.
Mich zieht es immer wieder hin zu diesen Arbeiten auf kleinem Format. Während die große Leinwand auch meinen körperlichen Einsatz erfordert, ziehen mich die kleinen Papierstücke in ihren Bann, lassen mich zur Ruhe kommen und eröffnen mir eine ganz eigene Welt.

Ich blicke auf fünf Ausstellungen zurück,
die Aktion „window-shopping“ zu Ostern und eine Gemeinschaftsausstellung im Mai in der Galerie Andreas Constantin,
eine Einzelausstellung in der Galerie Ruzicka – beide in München,
mein Atelierwochenende in Hartshausen und die Kunstmesse in Regensburg.
Viele neue Kontakte konnte ich zu Kolleginnen und Kollegen knüpfen, das ist eine der schönen Begleiterscheinungen von Gemeinschaftsausstellungen. Es wurden Pläne geschmiedet und gemeinsame Projekte angedacht.

Ich freue mich über den Zuwachs bei den Kursen der Malwerkstatt und ganz besonders auch über meine „alten“ Malwerkstattkinder, die immer wieder gerne zu mir kommen.
Die große Herausforderung ist für mich das Herstellen eines Gleichgewichts zwischen Kursen und meiner Malerei.

2014 möchte ich etwas ruhiger angehen. Das sage ich zwar jedes Jahr, doch die Dinge scheinen stets eine Eigendynamik zu bekommen. Da sind all die vielen Ideen, die wild und lustig daherpurzeln……… Ich lasse mich überraschen!

Ja genau, beinahe hätte ich es vergessen: meinen Blog habe ich dieses Jahr ausgebaut und ich lade euch ganz herzlich ein, eure Gedanken in Form von Kommentaren hier mit mir und anderen zu teilen. Es müsste halt mal ein Anfang gemacht werden……..

Euch allen wünsche ich aus ganzem Herzen einen guten Rutsch und ein sanftes Ankommen im neuen Jahr!!!

kunst schenken

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Nach einem Kurs-Marathon widme ich mich den Bildergeschichten, die ein neues Zuhause gefunden haben. Für die Reise bekommen sie einen weichen Mantel aus Noppenfolie und als Wegzehrung gibt es Schokolade.
Die Gutscheine sind fertig und können abgeholt werden.
Vielleicht sucht Ihr noch ein Geschenk……… Ich hätte da eine gute Idee: wie wäre es mit einem kunterbunten Nachmittag für Eure Lieben bei mir im Atelier?
Auch meine Papiergeschichten können ganz viel Freude bereiten:-)

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novemberstimmung – abschied von merle

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Merle – Hündin, allerliebste Hündin, beste Freundin, treue Gefährtin, Muse und Geschenk.
Letzte Woche mussten wir uns von ihr verabschieden……..

Merle hat ihre Spuren hinterlassen, auch in meiner Bilderwelt. Unsere Hündin war immer an meiner Seite und hat mich bei meiner Arbeit im Atelier begleitet. Manchmal wurde es ihr zu bunt und ich musste meine Tätigkeit für ein kurzes wildes Spiel oder Streicheleinheiten unterbrechen. Eine Möglichkeit um Aufmerksamkeit zu bekommen war auch ein demonstratives Schläfchen direkt vor meiner Leinwand. Besonders gerne hatte sie den Platz vor meinem Atelier, dort konnte sie Ausschau halten, majestätisch die Sonne genießen und BesucherInnen freudig empfangen. Die Kinder der Malwerkstatt hat sie geliebt. Sie mochte das bunte Treiben in meinem Atelier, ganz besonders wenn sie von vielen Kinderhänden gestreichelt wurde.
Ihr sanftes, liebevolles und verspieltes Wesen ist in meine Bilder geschlüpft und hat diese lebendig werden lassen.
DANKE, liebe Merle! Ich wünsche Dir eine gute Reise in den Hundehimmel!