Archiv der Kategorie: atelieralltag

ich staune

Nach langer………viel zu langer Zeit ein kleiner Gruß aus meinem Atelier.
Könnt ihr Bibi sehen? Sie ist die allerbeste Mitmalerin!

Ich staune! ©Theresia Heimbach

Ich staune……..und oute mich mit Brille!

Zeichenexperimente ©Theresia Heimbach

Hier sind einige meiner Selbstporträts;-) Humor ist immer hilfreich.

sprudelnde ideen

 

 

Bei der Umsetzung meiner sprudelnden Ideen kommt mir die praktische Realität immer wieder in die Quere. Die größte Hürde ist leider meine begrenzte Geduld. Am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen, so ganz in meiner Farben-Fantasie-Papier-Tier-Leinwandwelt abtauchen.
In den Nächten wandern meine Gedanken irgendwo zwischen den Papieren herum, finden neue Ideen und Wege……wie so manches handwerkliche Problem zu lösen ist.
Ganz versunken in meinen Experimenten vergesse ich nicht nur die Zeit…….bis Bibi mir hartnäckig ihren Ball zuspielt und mir die Füße abschleckt.
Das sind die Phasen mit den viel zu kurzen Tagen und dem wachsenden Durcheinander – in mir und rundherum.

Hier ein kleiner Einblick in meine Experimente.
Ich habe mich in Eco-Printing versucht. Diese Technik kommt meiner Liebe zur  Natur entgegen.  Die Papiere werde ich für Collagen und kleine Buchprojekte verwenden.

Für meine Druckversuche in meinen Lieblingsfarben verwendete ich eine selbst hergestellte Platte aus Agar Agar.

Dazwischen war ich an der Leinwand.

Mein kleines Buchprojekt, ein Leporello.

Euch allen ein schönes Wochenende und sprudelnde Ideen!

aufgetaucht

 

Nach einer kleinen großen Pause bin ich wieder aufgetaucht. Hallo!!!
Mein Atelier ist in diesen Tagen der kühlste Ort weit und breit.

Draußen ist es heiß……sehr heiß.

Und diese beiden Bilder haben ein neues Zuhause gefunden.

kleine welt von A-Z

Welt von A-Z @Theresia Heimbach

Der Abschied von einem Zahn ist
ein Abschied
nicht nur von einem Zahn.

In meinem Skizzenbuch wollte ich meinem treuen Gefährten im Ruhestand ein Denkmal setzen. Immerhin verbinden uns viele Jahre guter Zusammenarbeit.
Ja, ich spreche noch immer von meinem Zahn.

Auf der Suche nach Collage-Material wühlte ich in meinen Schatzkisten und stolperte über die Uraltausgabe der „Welt von A-Z“. Dieses Buch habe ich vor langer Zeit in meinem Elternhaus gefunden. Es ist eine Ausgabe von 1952.
In diesem Lexikon gab es eine Zettelwirtschaft……….alte Entschuldigungen, ein Bestellzettel für Schulmilch, Notizen zum Unterrichtsthema Papier, eine Strafaufgabe mit dem Satz „Ich soll nicht so vergesslich sein“. Wie könnte ich auch……

Das Öffnen der kleinen Welt von A-Z ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit – in die Atmosphäre des Schulhauses, das auch mein Elternhaus war, eine Reise in die 50er und 60er Jahre.

Die Fragmente der kleinen Strafarbeit haben mich an meine unvollendeten Collagen erinnert, ein Versuch der Auseinandersetzung. Sie liegen schon seit Jahren in der Schublade.

illustration

 

@Theresia Heimbach

„Warum machst du kein Kinderbuch“, wurde ich immer wieder gefragt.

Warum eigentlich nicht…….
Meine Bilder erzählen Geschichten, vielleicht wäre das eine Herausforderung.

Es sträubt sich etwas in mir bei dem Gedanken daran, denn ich möchte mit meiner Kunst nicht in die Kinderschiene gezwängt werden.
„Schade, dass unsere Kinder schon groß sind und wir kein Kinderzimmer mehr haben“, ist der Kommentar eines Ausstellungsbesuchers – der mich innerlich an die Decke gehen lässt.
Vielleicht versteht Ihr was ich meine.
Natürlich lieben Kinder meine Bilder, denn sie finden unendliche Geschichten darin……….Erwachsene auch.

In den letzten Wochen habe ich den Versuch gewagt und in einen Workshop für Illustration hineingeschnuppert. Wie auf einem fremden Planeten habe ich mich gefühlt.
Ich müsse alles (meine Malerei betreffend) vergessen – wurde mir vermittelt – und komplett neu anfangen.
So hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt, denn wie soll das gehen…….alles vergessen.
Nach einigen Versuchen habe ich das Thema Illustration vorerst im „Handarbeitskoffer mit den offenen Projekten“ abgelegt.

Mein Widerspruchsgeist hat sich quergestellt und schreit nach FREIHEIT im Ausdruck,
mein Sinn für Ästhetik war beleidigt,
die Geschichtenerzählerin in mir möchte Geheimnisse wahren,
der Betrachter in mir will nicht bevormundet werden,
mein Rücken ächzt und die Kleinmotorik streikt während dem kleinen Gefummel,
die liebe Geduld macht zum Spannungsabbau Purzelbäume,
das wilde Kind in mir tobt.

Jetzt reicht es aber…….oder?

work in progress @Theresia Heimbach

geschichte zum wochenende

bitte licht

Papiergeschichte 2/18 ©Theresia Heimbach

„Ich brauche Erleuchtung“, sagt der kleine Bär.
„Mach doch bitte mal das Licht an, vielleicht hilft das.“

dranbleiben

Experimente auf Papier @Theresia Heimbach

Wenn das Jahr noch sehr jung ist……..
schwirren die guten Vorsätze joggend und walkend durch die Landschaft.

Der scheinbare Neubeginn verzaubert auch mich und die Illusion, man könnte von einem Tag auf den anderen erwünschte Veränderungen herbeiführen – hex hex.
Leichtigkeit, Nüchternheit und Humor dürfen nicht fehlen bei all den guten Vorhaben.…….(siehe Handarbeitskoffer). Nehme ich diese zu ernst, erzeuge ich Druck. Und den kann ich nun wirklich nicht brauchen. Schließlich will ich mich ja nicht kasteien;-)
Dranbleiben ohne innerlich Druck aufzubauen ist eine Kunst – für mich zumindest.

In meinem Atelier habe ich mit Aufwärmübungen gestartet, kleine Papierarbeiten als Experimentierfeld.

Ich wünsche Euch allen viele frohe Momente, Gesundheit, Inspiration, Leichtigkeit, Humor, Freundschaft…….:-)

Papiergeschichte1/18 @Theresia Heimbach

5 jahre

Annäherung – 2017 ©Theresia Heimbach

Ich liebe Blogs anderer Künstlerinnen!

Bilder und Texte inspirieren, lassen mich neue Sichtweisen entdecken, beleben meine Gedanken, helfen meiner Kreativität auf die Sprünge…….. und geben mir ein Gefühl von Verbundenheit.
Euch die eine oder andere Künstlerin hier vorzustellen, könnte ein mögliches Projekt im kommenden Jahr sein.

hehocra – der Blog von Doreen Trittel – einer Künstlerin aus Berlin – feierte 10jähriges Jubiläum. Der Beitrag von Doreen zu diesem Anlass hat mich angeregt über die Geschichte meines Blogs nachzudenken.

Wann habe ich damit begonnen hier zu schreiben? Es war der September 2012. Unglaublich!
Ich staune über mich…..
naja, wenn man die Häufigkeit meiner Blogposts genau betrachtet, dann bräuchte ich vielleicht eine andere Zeitrechnung.

Trotzdem.
Ich erinnere mich an die Geschichte mit dem Handarbeitskoffer aus Kindheitstagen. Eine meiner Töchter hatte diesen im Haus ihrer Großmutter gefunden. Das Bild sehe ich noch ganz klar vor mir wie meine große Tochter voll Ehrfurcht diesen kleinen, etwas ramponierten Plastkkoffer – inPepita – öffnet und vorsichtig den Inhalt begutachtet……..
dann ihr Kommentar –
eine Mischung von Entrüstung, Verwunderung, Entsetzen………
aber Mama, da ist ja alles nur angefangen und nichts fertiggemacht.

Abgesehen davon, dass die Stickereien meiner Kindheit kein Vergnügen für mich waren, muss ich gestehen, dass meine Stärke mehr im Initiieren liegt, im Beginnen. Ich kann träumen, mich begeistern, spontan und mutig die ersten Schritte machen, andere ermutigen……….das Durchhalten allerdings ist ein schwieriges Unterfangen für mich.
Frau braucht Geduld dafür und daran arbeite ich – immer noch – immer wieder.
So ist das auch mit meinem Blog. Zumindest ist er authentisch, das kann man sagen. Wenn man ein Muster mit meinen Posts machen würde, dann könnten das Wellenbewegungen sein – mal stürmisch, mal ruhig………..aber – immerhin – bis……..heute – da.
Vielleicht wäre das Bild einer Nachricht in Morsezeichen stimmiger.
Auch mein Lebensweg verläuft rauf und runter, querfeldein und wieder vornerüber über die größten Hindernisse, die Sackgasse rein und wieder raus, nochmal herum und eher den steinigen Weg, den schwierigen – den mühsamen und immer wieder Sprünge und unerwartete Wendungen.

Das ist natürlich absolut kontraproduktiv – was die Besucherzahlen betrifft.

Die ersten Posts waren wie ein Tasten im leeren Raum.
Ich schreibe gerne, bin absolut keine Rednerin – viel mehr die gute Zuhörerin.
Meine Stimme ist mir in der Leere des alten Schulhauses meiner Kindheit – das auch mein Elternhaus war – abhanden gekommen.
Und so sehe ich diesen Blog nicht nur als verbindendes Element – eine Brücke zu meiner Kunst – sondern auch als ein Suchprojekt.

Meine Texte könnten das Geländer sein. Schilder die zur Brücke führen, Fundstücke auf dem Weg, ein Lockruf, Vermittlung, Transportmittel, Zubringer, Shuttleservice, Zauberformel, Kostprobe oder Magentratzerl…..vielleicht fällt ja Euch noch etwas ein.

Ich danke all den wunderbaren Frauen – Künstlerinnen – Bloggerinnen……Leserinnen und Lesern – für Inspiration, Denkanstöße, Offenheit, Ermutigung, Austausch, Kommentare………und dass Ihr immer wieder hier vorbeischaut:-)

creative block

In meiner Hexenküche im Atelier tut sich was……… Es werden Pigmente zu Farben verarbeitet und ich male an großformatigen Leinwänden – inspiriert durch meine kleine Abenteuerreise in den vergangenen Wochen. Ausgangspunkt war eine Schaffenskrise. Die Bücher von Wendy Ann Greenhalgh – diese wurden hier bereits vorgestellt – sind mir gute Freunde geworden.

Immer wieder suche ich nach Anregungen in Büchern………wie gehen andere Künstlerinnen und Künstler mit kreativen Blockaden um, was treibt sie an, wie arbeiten sie, wie ist ihre Herangehensweise……..Liebend gerne würde ich mich zu diesen Themen in einem Gespräch austauschen, muss aber – hier in der einsamen Provinz oftmals andere Wege suchen.

Das Internet ist eine Möglichkeit um mit KollegInnen in Kontakt zu kommen, sei es in den sozialen Netzwerken oder über Blogs. Und JA, es hat sich über diesen Weg über die Jahre eine Freundschaft entwickelt.
Doch ganz allgemein gibt es einen Haken: über kreative Blockaden und über Krisen im Schaffensprozess wird nicht gerne gesprochen. Gezeigt wird die schöne schillernde Welt, wunderschöne Ateliers, grenzenlose Produktivität, äußerst gut besuchte Ausstellungen………..und der Zuschauer ist beeindruckt von den idyllischen Bildern. Das ist Teil der Marketingstrategie. Ich gebe ja zu, das ist Futter für alle Harmoniemenschen, zu denen ich mich auch zähle. Ich  mag ästhetische Bilder, die heile Welt.
Vielleicht kommt die Frage auf warum man das nicht so hinbekommt und schon fängt der Zweifel an zu nagen……Die digitale Welt lässt uns Traumbilder erschaffen und wir spielen mit, lassen uns gerne täuschen.
Diese nicht greifbare Welt der unendlichen Möglichkeiten und Informationen hat – ohne Wertung – nicht nur – unser Denken, unsere Bedürfnisse und unsere Kommunikation verändert – UND – heizt vor allem den Unzufriedenheitsmotor an.

Auch ich habe lange überlegt ob ich hier über meine Schaffenskrisen schreiben soll und mich an einen meiner Texte erinnert „……..einen Blick hinter die glatten Fassaden zu werfen. Ich suche nach einer Ursprünglichkeit, forsche nach dem, was beharrlich verdeckt, verbogen, verzerrt, vertuscht, geglättet wird und schließlich auch nach dem „Warum“………..“
Ein Grund mehr auch die unliebsamen Dinge anzusprechen, zu zeigen was ist.
Das Thema der kreativen Krise betrifft uns alle und so kann es nur hilfreich sein darüber offen zu sprechen.

In dem Buch „Creative Block“ erzählen 50 Künstler über ihre Arbeit, ihre Blockaden und wie sie damit umgehen. Hier findet Ihr viele Anregungen.

Es tut gut in Büchern zu schmökern, sich von der Natur inspirieren zu lassen, eine Ausstellung zu besuchen, mit Widerständen ins Gespräch zu kommen, sich in Achtsamkeit zu üben, sich darüber auszutauschen……doch letztendlich hilft der nächste konkrete Schritt …….ins Atelier, an die Leinwand, an den Schreibtisch………wo immer auch Eure Kreativität gefragt ist.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude am kreativen Ausdruck!
Und vielleicht möchtet Ihr Eure Erfahrungen teilen. Ich würde mich freuen:-)

Creative Block, Danielle Krysa